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Lewis Hamilton wurde im China-Qualifying von Sebastian Vettel auf Distanz gehalten
Lewis Hamilton wurde im China-Qualifying von Sebastian Vettel auf Distanz gehalten © Getty Images
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München - Im Qualifying von Schanghai werden Lewis Hamilton und Mercedes kalt erwischt. Sebastian Vettel ist von seiner "Loria" überrascht. Die Stimmen.

Sebastian Vettel hat mit einer unerwarteten Machtdemonstration im Ferrari Kurs auf den nächsten Sieg in der Formel 1 genommen.

Der viermalige Weltmeister raste im Qualifying zum Großen Preis von China mit Streckenrekord von 1:31,095 Minuten zu seiner zweiten Pole-Position der Saison und verschaffte sich gegenüber dem enttäuschenden Titelverteidiger Lewis Hamilton im Mercedes einen klaren Vorteil für das Rennen am Sonntag (08.10 Uhr im LIVETICKER).

Während die Ferraristi den dritten Sieg in Serie anpeilen und frohen Mutes sind, schlägt das Mercedes-Lager Alarm: "Die Ferrari-Form macht mir Sorgen", hielt Mercedes-Teamboss Niki Lauda fest.

Red Bull wendete dagegen das nächste Debakel ab und hofft trotz des Turboschadens bei Daniel Ricciardo auf einen Podestplatz.  

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying zusammen. (DATENCENTER: Das Qualifying-Ergebnis)

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 1:

"Das Auto wurde besser und besser. Meine erste Runde war nicht perfekt. Meine Schlussrunde aber hat gepasst. Ein gutes Gefühl. Das Auto ist erstaunlich gut."

...über die halbe Sekunde Vorsprung auf Mercedes: "Dieser Abstand ist sicher eine Überraschung. Hier auf dieser Strecke musst du es perfekt erwischen. Tust du das nicht und liegst nur knapp daneben, verlierst du gleich Zeit. Ich wäre aber nicht überrascht, wenn der Abstand morgen verschwindet und es ein sehr enges Rennen zwischen den drei Topteams wird."

Kimi Räikkönen (Ferrari), Startplatz 2:

"Es war okay, aber nicht gut genug. Schauen wir also, was morgen drin ist. Ich würde mich gern noch um eine Position verbessern."

Nach Crash in Boxengasse: Ferrari-Mechaniker läuft wieder

Valtteri Bottas (Mercedes), Startplatz 3:

"Wir hatten heute einfach nicht so viel Grip wie Ferrari. Für uns war es trotzdem ein normales Qualifying. Wir haben die Reifen immer besser verstanden und sie zum Arbeiten gebracht. Wir konnten aber niemals das gleiche Gripniveau wie Ferrari erreichen. Sie waren schneller als erwartet."

Lewis Hamilton (Mercedes), Startplatz 4:

"Das Auto fühlte sich okay an. Ich habe wirklich keine Ahnung, warum wir hinten dran sind. Ich weiß auch nicht, ob wir im Rennen mithalten können. Wir waren eine halbe Sekunde langsamer als die Ferrari. In den letzten Rennen waren wir viel schneller."

Max Verstappen (Red Bull), Startplatz 5:

"Ferrari war einfach zu schnell. Irgendwie haben die wohl auf den Geraden einen Turbo-Knopf gefunden, denn da sind sie wirklich schnell, aber auch in den Kurven sieht es für sie ganz vernünftig aus. Sie haben an diesem Wochenende ein wirklich gutes Paket. Doch im Rennen kann noch vieles passieren. Wir müssen weiter optimistisch sein. Im Rennen sollten wir in Sachen Topspeed näher dran sein."

Daniel Ricciardo (Red Bull), Startplatz 6:

"Das haben die Mechaniker klasse gemacht. Sie standen sehr unter Druck. Unter diesen Umständen ist Platz sechs ein hervorragendes Ergebnis und sicher besser als das Ende der Startaufstellung. Wir hatten keine Zeit zu verlieren. Und es lief dann auch ganz ordentlich."

...Kampfansage an Mercedes: "Mercedes scheint für uns in Reichweite zu liegen. Sie waren an diesem Wochenende bisher nicht so stark wie sonst. Daher glaube ich, ein Podestplatz ist drin für uns. Das ist auf jeden Fall unser Ziel. Andererseits ist es natürlich nicht so schön zu sehen, dass Ferrari eine halbe Sekunde vor allen anderen liegt."

Nico Hülkenberg (Renault), Startplatz 7:

"Im Qualifying stehen wir immer gut da, die Sieben ist das Maximum für uns."

Niki Lauda, Mercedes-Teamboss (im ORF):

"Mir macht der Zeitunterschied Sorgen, eine halbe Sekunde ist sehr viel. Man kann wieder nur sagen, dass Ferrari einfach schneller ist. Sie haben unter diesen kalten Bedingungen alles richtig hingekriegt."

Lauda hofft, sein Team habe sich "eher auf die Rennpace" konzentriert: "Aber ob sich das dann wirklich so ausgeht, werden wir erst nach dem Rennen sehen. Es ist wirklich so, dass die Ferrari im Moment einfach besser sind. Das ist der klare Eindruck von hier. Wenn es ein bis zwei Zehntel Rückstand wären, dann könnte man über alles Mögliche diskutieren. Aber es sind fünf, sechs Zehntel, und das ist sehr viel."

Toto Wolff, Mercedes-Motorsportchef:

"Ferrari war schon den ganzen Tag stark, aber das gibt uns etwas zum Nachdenken. Es fehlte uns an Grip. Fünf Grad hin oder her und du bist nicht voll dabei. Aber morgen soll es wärmer werden. Hoffentlich haben wir uns beim Set-up richtig entschieden und kommen dann besser klar als Ferrari."

Christian Horner, Red-Bull-Teamchef: 

"Daniel auf die Strecke zu bringen, war die beste Leistung im Qualifying. Eine Herkulesaufgabe. Selbst die Mechaniker von Max haben mitgearbeitet. Darum geht es in einem Team."

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