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Schon 2019 könnte die Formel 1 in Miami gastieren
Schon 2019 könnte die Formel 1 in Miami gastieren © Getty Images
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Sebastian Vettel und Co. werden nächstes Jahr wohl in Miami Halt machen. Die Pläne für ein Rennen werden konkreter. Lewis Hamilton empfiehlt sich als Streckendesigner.

Lewis Hamilton ist schon ziemlich aufgeregt. "Miami ist ein super cooler Ort", sagte der Mercedes-Star, der in seiner Freizeit gerne in Florida Party macht.

Das neue geplante Glamour-Rennen in den USA hätte wohl das Potenzial, Hamiltons neuer Lieblings-Grand-Prix zu werden. Doch der Brite macht sich auch Sorgen, dass die Strecke in Miami ein Langweiler werden könnte.

Als Hamilton nämlich den Vorschlag für den Kurs gesehen hatte, schoss ihm nur durch den Kopf: "Ähh...?! Ich denke, das könnte viel mehr Spaß machen", sagte der 33-Jährige am Rande des Grand Prix von Spanien (So. ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) und bot sich beim Formel-1-Besitzer Liberty Media als Streckendesigner an. (Mercedes dominiert 1. Training)

"Ich kenne Miami ziemlich gut. Es gibt einige bessere Orte, an denen man die Strecke platzieren könnte", sagte er.

Rennen in Miami wahrscheinlicher

Auch wenn über die Details des Kurses weiter diskutiert werden dürfte: Dass die Königsklasse ab 2019 erstmals in Miami Halt machen wird, bezweifelt im Fahrerlager kaum noch jemand. Zu sehr jubeln alle Beteiligten darüber, dass der Stadtrat am Donnerstag Grünes Licht für konkrete Verhandlungen gegeben hatte. (SERVICE: Die Fahrer-Wertung)

Ein regelmäßiges Formel-1-Rennen sei so wertvoll "wie jedes Jahr ein Super Bowl", das Finale der NFL, sagte Jose Diaz, Chef der Verwaltungsregion Miami-Dade. Und Bürgermeister Francis Suarez schwärmte: "Ich glaube, dass die Stadt von einem Durchgangsort hin zu einem Tor zur Welt reifen könnte."

Gefahr für Hockenheimring

Gleichzeitig wäre ein Rennen in Miami aber auch eine weitere Konkurrenz für Traditionsveranstaltungen wie den Deutschland-Grand-Prix auf dem Hockenheimring, dessen Zukunft über die Saison 2018 hinaus mehr als ungewiss ist.

Doch die Macher wollen Miami unbedingt in ihren Zirkus aufnehmen. "Wir werden unverzüglich die Verhandlungen aufnehmen", sagte Marketingchef Sean Bratches. Im Gespräch ist ein Vertrag bis 2028.

Sollte tatsächlich ein Traditionsrennen für Miami geopfert werden, würde Liberty Media unter extremen Druck geraten. Sie wären in Miami zum Erfolg verdammt, allerdings ist die Formel 1 im wichtigen Markt der USA traditionell kein Selbstläufer.

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Probleme: Strecken-Design und Finanzierung 

Zudem steht die Finanzierung noch längst nicht, und andere Veranstalter werden ganz genau hinschauen, inwieweit Liberty Miami, eine "der glamourösesten Städte der Welt" (Bratches), entgegen kommt. Die Stadt habe das Potenzial, "zum perfekten Austragungsort für die Formel 1 und ihre Fans" zu werden. (SERVICE: Die Team-Wertung)

Doch dafür muss auch der Kurs ein Highlight werden. "Es kann ein Flop oder ein Treffer sein, vielleicht ist es ja ein Knaller", sagte Hamilton, der den Machern gerne seine Ideen vorstellen würde. Falls "jemand auf mich zukommen möchte oder auf einen anderen Fahrer, dann bin ich sicher, dass wir einen guten Einblick geben könnten, wie das Layout gerade ist und wie es besser gemacht werden könnte."

Und mit Hamilton wäre mehr Spektakel für eine Strecke in Miami garantiert, daran ließ der Weltmeister keine Zweifel.

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