Flaggen-Panne und spektakulärer Crash: Die Kanada-Highlights
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Sebastian Vettel und Lewis Hamilton sind die beiden Zugpferde der Formel 1. Doch bei der Frage, in welche Richtung der Sport sich entwickelt, sind sie sich uneins.

Das Rennen in Kanada hat unter den zwei größten WM-Rivalen unterschiedliche Meinungen hervorgerufen.

Lewis Hamilton, der in Montreal Fünfter wurde, findet, dass die Formel 1 in dieser Saison wenig spannend ist. "Einige meiner Freunde haben gesagt, der interessanteste Teil des Rennens wäre der Unfall am Anfang gewesen", berichtet der Mercedes-Fahrer. "Wenn es darum in der Formel 1 geht, tut es mir leid, das zu hören."

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hingegen sieht keinen Grund zur Kritik. "Ich denke nicht, dass es angebracht wäre, das Racing zu kritisieren - oder dieses Rennen. So ist das Leben. So ist Motorsport."

Vettel zieht Parallele zu Fußball-WM

Der Kanada-Sieger zog einen Vergleich zur anstehenden Fußball-WM in Russland. "Ab nächster Woche ist Fußball-WM und ich garantiere, dass es Spiele geben wird, die kaum spektakulär sind", sagte der Sieger von Montreal. "Aber die Leute werden sie sich anschauen, denn einige Partien werden unglaublich sein."

"Aber es kann nicht immer besser werden", so Vettel weiter. "Einige GP sind sehr spannend, andere sind eher langweilig, das ist ganz normal."

Auf der Strecke in Montreal gab es nur 22 Überholmanöver in 70 Runden und damit sogar weniger als im viel kritisierten Monaco-GP (36 Wechsel).

Hamilton: Sport geht in falsche Richtung

Hamilton hat Ideen, wie man die Probleme lösen könnte. Er würde die Antriebsreglements nicht weiter verschärfen, weil die Piloten dadurch weniger aggressiv fahren, um das Material zu schonen. "Es würde lächerlich", sagte Hamilton und befindet: "Der Sport geht meiner Meinung nach in die falsche Richtung."

Auch Vettel hatte eine klare Meinung zum Thema Spannung. "Ach, schreibt doch etwas anderes", teilte er den Journalisten in Kanada mit.

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