Doppel-Weltmeister Alonso macht Schluss
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Es ist das Ende eine ganz großen Karriere. Der zweifache Weltmeister Fernando Alonso beendet nach Ablauf der aktuellen Saison seine Laufbahn in der Formel 1.

Fernando Alonso folgt seinen Träumen - und die Formel 1 hat darin keinen Platz mehr. Der zweimalige Weltmeister wird die Königsklasse zum Jahresende verlassen. Seine Zukunft ließ er in der Stunde des Abschieds offen, sie wird aber wohl in der US-Serie IndyCar liegen.

"Nach 17 wundervollen Jahren in diesem großartigen Sport ist es für mich an der Zeit, etwas zu verändern und weiterzuziehen", wurde Alonso in der Mitteilung seines McLaren-Teams zitiert. Er habe diese Entscheidung bereits "vor einigen Monaten getroffen, und es war eine feste Entscheidung." 

Damit verliert der Grand-Prix-Sport einen seiner besten und populärsten Fahrer, der bei McLaren allerdings seit Jahren vergeblich auf ein siegfähiges Auto gewartet hatte.

"Lasst uns sehen, was die Zukunft bringt. Neue spannende Herausforderungen stehen vor der Tür. Ich habe eine der glücklichsten Zeiten meines Lebens, aber ich muss neue Abenteuer erkunden", erklärte der 32-malige Grand-Prix-Sieger.

Alonso will "Triple Crown"

Alonso hatte zuletzt allerdings immer wieder damit geliebäugelt, seinen letzten großen Traum weiter verfolgen zu wollen: sich die sogenannte "Triple Crown" aufzusetzen. Triumphe beim Grand Prix von Monaco, den 24 Stunden von Le Mans und bei den Indy 500 hat bislang nur der Brite Graham Hill geschafft.

Zum Bruch mit McLaren muss ein Wechsel in die Indy-Car-Serie allerdings nicht führen. Auch in den USA könnte Alonso für das englische Traditionsunternehmen an den Start gehen, eine Kooperation mit einem bestehenden Team womöglich schon 2019 gilt als möglich.

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Das Formel-1-Rennen von Monaco hat Alonso schon zweimal gewonnen (2006 und 2007), in Le Mans siegte er im vergangenen Juni gleich bei seinem Debüt mit Toyota. Damit fehlt einzig ein Triumph in Indianapolis. Im weltberühmten "Nudeltopf" startete Alonso bereits 2017 als Gast, schied aber vorzeitig aus.

Formel 1 weniger reizvoll

Diese Ausflüge in andere Serien häuften sich, denn die Formel 1 verlor für ihn in den vergangenen Jahren zunehmend an Reiz. 2001 hatte er für Minardi debütiert und wechselte anschließend zu Renault, wo er 2005 und 2006 den WM-Titel gewann. Mit seinem Talent, so wirkte es damals, hätte Alonso eine Ära prägen können. Doch weitere WM-Triumphe blieben aus.

Durch teaminterne Fehden mit Lewis Hamilton bei McLaren (2007) und falsche Entscheidungen bei Teamwechseln in den Folgejahren bremste Alonso sich dabei auch selbst ein. Dabei gilt er noch heute als einer der besten Fahrer im Feld. Der Verlauf seiner Karriere in der Formel 1 hat damit eine tragische Note.

Letzter F1-Sieg liegt lange zurück

Verstärkt wurde dieser Eindruck seit dem Wechsel von Ferrari zu McLaren im Jahr 2015, mit dem sich Alonso rückblickend auch die letzten Chancen auf seinen dritten Titel verbaute. Denn der einstige Top-Rennstall aus Woking ist nur noch ein Mittelfeldteam, chancenlos gegen die Autos von Mercedes, Ferrari und Red Bull.

Sein letzter von 32 Grand-Prix-Siegen liegt mehr als fünf Jahre zurück. Die verbleibenden neun Saisonrennen werden für den Asturier nun zu einer Art Ehrenrunde - mit der kleinen Chance auf eine Rückkehr: "Ich weiß, dass McLaren stärker und besser zurückkommen wird. Und es könnte der richtige Moment für mich sein, wieder in der Serie zu sein. Das würde mich wirklich glücklich machen."

Solange dies nicht so ist, fährt die Königsklasse ohne den schnellen Zyniker, der nicht unbedingt als großer Teamplayer gilt.

Schon mehrfach hat Alonso daher kritisch angemerkt, dass der Fahrer in der Formel 1 keinen Unterschied ausmachen könne. In der deutlich ausgeglicheneren IndyCar-Serie verwenden die Teams Einheitschassis von Dallara und kaufen ihre Motoren bei den Lieferanten Honda und Chevrolet ein. In diesem Umfeld dürfte sich der stolze Spanier noch einmal beweisen.

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