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Sebastian Vettel will in Monza seinen ersten Heimsieg für Ferrari einfahren
Sebastian Vettel will in Monza seinen ersten Heimsieg für Ferrari einfahren © Getty Images
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Monza - Beim zweiten Freien Training in Monza überschlägt sich Marcus Ericsson heftig. Sebastian Vettel rast zur Bestzeit. Lewis Hamilton ist nur Dritter.

Sebastian Vettel hat bei den Tifosi weiter Hoffnungen auf einen Heimsieg beim Großen Preis von Italien (Sonntag, 15.10 Uhr im LIVETICKER) geschürt.

Unter dem Jubel der Ferrari-Fans drehte der 31-Jährige am Freitag in Monza in 1:21,105 Minuten die mit Abstand schnellste Runde im freien Training und distanzierte seinen WM-Rivalen Lewis Hamilton um knapp drei Zehntelsekunden.

Vettel unterstrich damit deutlich seine Ambitionen, dass der Sieg am Sonntag nur über ihn führen soll.

Heftiger Ericsson-Unfall

Überschattet wurde das Training von einem heftigen Unfall des Sauber-Piloten Marcus Ericsson aus Schweden. Der 27-Jährige überschlug sich bei dem Crash mehrfach, konnte seinen Wagen aber unverletzt verlassen.

"Ich weiß nicht, was passiert ist. Ich bin in Ordnung", funkte er an die Box.

Ericsson hatte am Ende der Start- und Ziellinie wegen technischer Probleme bei einem Tempo von deutlich über 300 km/h plötzlich die Kontrolle über sein Auto verloren und war in die Streckenbegrenzung geknallt. Anschließend musste das Training für rund 20 Minuten unterbrochen werden.

In der ersten Session am Vormittag hatte es in Monza zunächst stark geregnet, weshalb die Teams insgesamt nur recht wenig aussagekräftige Daten für das Rennen sammeln konnten.

Vettel: "Mehr als nur Podium"

"Ich möchte den Tifosi große Emotionen schenken", hatte der Heppenheimer angekündigt: "Wir wollen mehr, als nur auf das Podium zu fahren."

In seinem vierten Jahr bei Ferrari will der Ex-Weltmeister endlich seinen ersten Sieg in Rot in Monza. Damit würde Vettel nach seinem beeindruckenden Erfolg zuletzt in Belgien auch den Rückstand von derzeit 17 Punkten in der WM-Wertung auf Titelverteidiger Hamilton weiter verkürzen.

Hamilton (1:21,392) war im Mercedes auf dem Hochgeschwindigkeits-Kurs deutlich langsamer als Vettel. Allerdings leistete sich der Ex-Weltmeister auch einen Patzer: In der legendären Parabolica-Kurve flog er ab und landete im Kiesbett. Vettels Heckflügel wurde dabei leicht beschädigt.

"Da habe ich zu viel probiert und dann das Heck verloren", sagte Vettel: "Da war ich zu wild."

Hamilton (1:21,392) war auf dem Hochgeschwindigkeits-Kurs knapp drei Zehntelsekunden langsamer als Vettel, der zuletzt eindrucksvoll in Belgien gewonnen hatte und in der WM-Wertung noch 17 Punkte Rückstand auf den Briten hat. Ferrari habe "einen kleinen Vorteil", sagte Hamilton: "Aber wir pushen so hart wie wir können." Im Qualifying erwartet er einen "engen Fight".

Nico Hülkenberg (Emmerich) fuhr für Renault auf Rang zehn (1:23,063).

Wolff: "Ferrari beeindruckend"

Trotzdem wissen sie bei Mercedes, dass nach zuletzt vier Siegen in Serie im Königlichen Park in diesem Jahr ganz stark mit Vettel zu rechnen sein wird.

"Ferrari war zuletzt auf den Geraden beeindruckend schnell, was auf einer Strecke wie Monza sicherlich von Vorteil ist", sagte Silberpfeil-Teamchef Toto Wolff: "Aber wir werden alles geben, um ihnen Paroli zu bieten."

Vettel weiß, dass sein Ferrari funktioniert und tritt in Monza extrem selbstbewusst auf - will aber auch "vorsichtig" bleiben. "Wir haben keinen großen Vorteil", sagte er, "manche Leute denken das, aber für mich sind wir nah beieinander."

Die Tifosi hoffen nach dem Training aber mehr denn je auf einen Heimsieg am Sonntag.

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