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Sebastian Vettel muss in der Startaufstellung beim USA-GP drei Plätze weiter hinten starten
Sebastian Vettel muss in der Startaufstellung beim USA-GP drei Plätze weiter hinten starten © Getty Images
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Sebastian Vettel hat im Training zum Großen Preis der USA klar das Nachsehen gegenüber Lewis Hamilton. Eine Strafe sorgt für zusätzlichen Ärger bei Vettel.

Sebastian Vettel hatte ohnehin schon keine gute Laune. Lewis Hamilton hatte ihn im Regentraining in Austin ordentlich abgehängt - und dann traf ihn gleich noch der nächste empfindliche Stimmungsdämpfer.

Die Rennkommissare verdonnerten den Ferrari-Star zu einer Strafversetzung. Weil er unter roter Flagge angeblich nicht ausreichend verlangsamt hat, verliert der 31-Jährige drei Plätze in der Startaufstellung zum Großen Preis der USA (Formel 1: Der Große Preis der USA ab 20.10 Uhr im LIVETICKER). Damit sind Vettels ohnehin minimale Chancen im Kampf um den Titel noch einmal geschrumpft, seine Serie von Pleiten, Pech und Pannen geht auch in Texas weiter. (Service: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Vettel wehrt sich vergeblich gegen Strafe

"Die rote Flagge kam raus, und ich bin vom Gas gegangen – aber in den Augen der Stewards nicht schnell und nachhaltig genug", sagte Vettel, der die Strafe nicht nachvollziehen konnte. In einer Anhörung kämpfte er letztlich vergebens darum, die Rückstufung zu verhindern.

"Ich bin überzeugt, dass ich genügend Tempo rausgenommen habe", sagte Vettel, der im Training nur Fünfter wurde, während Hamilton als Erster seine Topform unterstrich. Vettel hatte also viel zu erklären.

Vettel schimpft: Kommissare anderer Meinung

"Ich wurde langsamer, ich sah mich um. Ich hätte wohl auf 30 km/h verlangsamen sollen, dann hätte ich der Regel Genüge getan. Aber dann wäre mir vielleicht ein Hintermann ins Auto gefahren", sagte er zu seiner Rechtfertigung: "Bei der Auslegung der Regeln sollte mit gesundem Menschenverstand gehandelt werden. Ich finde, ich habe genug getan. Die Kommissare sind anderer Meinung, mehr gibt es dazu nicht zu sagen."

Hamilton, der in den schlechten Witterungsbedingungen das Maß der Dinge war, steuert ungebremst seinem fünften WM-Titel entgegen. Der Titelverteidiger aus England geht nach sechs Siegen aus den letzten sieben Rennen mit 67 Punkten Vorsprung in den Grand Prix auf seiner Lieblingsstrecke. Holt der 33-Jährige acht Zähler mehr als Vettel, ist ihm die WM nicht mehr zu nehmen. "Ich liebe es, auf dieser Strecke zu fahren, und das ist auch im Nassen der Fall", sagte Hamilton, der seinen fünften USA-Sieg in Serie anpeilt.

Im Gegensatz zu Hamilton liegt Vettel und seinem Ferrari die Nässe überhaupt nicht. Und so formulierte der 31-Jährige für Qualifying (ab 23 Uhr im LIVETICKER) und Rennen einen Wunsch an den Wettergott, um die Titelentscheidung doch noch irgendwie zu vertagen. "Hoffentlich regnet es nicht", sagte Vettel: "Im Regen sind wir nicht schnell genug. Da wartet noch viel Arbeit auf uns."

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