Die Schlüsselstelle des Brasilien-GP
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Beim Großen Preis von Brasilien startet Lewis Hamilton von der Pole Position. Im Qualifying lässt der Weltmeister Sebastian Vettel im Ferrari keine Chance.

Den Kampf um die Pole Position hatte Sebastian Vettel gegen Lewis Hamilton verloren, und auch um seinen zweiten Startplatz in Sao Paulo musste er rund zweieinhalb Stunden bangen - dann erst folgte die Erleichterung.

Nach einem bizarren Streit um das Wiegen seines Ferrari kam Vettel mit einer Ermahnung und einer Geldstrafe davon. Und darf am Sonntag zumindest direkt hinter seinem Rivalen im Mercedes starten. (Formel 1: Der Große Preis von Brasilien am Sonntag ab 18.10 Uhr im LIVETICKER)

Im Qualifying hatte Vettel die Pole nur knapp verpasst, Weltmeister Hamilton distanzierte ihn mit dem Rundenrekord von 1:07,281 Minuten um etwa neun Hundertstelsekunden. "Ich habe es in Kurve acht verloren!", rief ein wütender Vettel in den Boxenfunk, ohne diesen Fehler hätte er wohl den ersten Startplatz erobert: "Danke Jungs, das Auto war gut, aber ich hatte diesen winzigen Verbremser."

Hartes Qualifying für Hamilton

Hamilton sprach von einem harten Qualifying, "Ferrari ist unglaublich schnell an diesem Wochenende. Bei mir hat nicht alles perfekt geklappt, am Ende bin ich sehr glücklich über die Pole." (SERVICE: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Auch sein Teamkollege Valtteri Bottas landete als Dritter vor dem viertplatzierten Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari, in den Kampf um die Team-WM geht Mercedes also mit einem Vorteil. Schon im Rennen am Sonntag (18.10 Uhr MEZ/RTL) krönt sich Silber zum fünften Mal in Folge, wenn die Scuderia nicht mindestens 13 Punkte gut macht.

Am Samstagnachmittag war das zunächst aber weit weg, es galt, das Qualifying aufzuarbeiten. Vettel und auch Hamilton hatten auf unterschiedliche Weise für Ungewissheit gesorgt. Der Brite behinderte eine Runde des Williams-Piloten Sergej Sirotkin, beinahe kam es zur Kollision, die Rennleitung hatte damit Anlass, genauer hinzuschauen. Eine Ermittlung wurde aber nicht aufgenommen.

Ungewöhnliches Vergehen von Vettel

Hamilton sah die Schuld ohnehin bei Sirotkin. "Unter uns Fahrern ist klar: Wir geben uns in einer solchen Situation gegenseitig Raum, damit war das hier ein ziemlich respektloses Manöver", sagte er. (SERVICE: Der Rennkalender der Formel1)

Vettels Vergehen war völlig ungewöhnlich: Nach dem zweiten Qualifying-Abschnitt weigerte er sich zunächst, beim Wiegen wie gewöhnlich den Motor seines Ferrari abzustellen. Dadurch wurde das Wiegen erschwert, bei der Abfahrt zerstörte Vettel dann nach Aussage des Technischen Delegierten Jo Bauer auch noch die Waage. Bange Stunden vergingen, bevor im Anschluss an eine Anhörung vor den Stewards die recht milde Entscheidung fiel.

"Es ist besser, wenn ich dazu nichts sage", hatte Vettel gleich nach dem Qualifying gesagt, erklärte dann aber doch, was geschehen war: "Sie sollten uns in einer solchen Situation nicht rufen, wenn die Bedingungen sich ändern", sagte er mit Blick auf die durchaus hohe Wahrscheinlichkeit eines Regenschauers und die damit verbundene Betriebsamkeit in der Garage: "Wir hatten zu tun. Ich wollte, dass sie sich beeilen."

Ricciardo zurückgestuft

Ob Red Bull indes ein Faktor im Rennen werden und den beiden Topteams Punkte streitig machen kann, bleibt abzuwarten. Max Verstappen und Daniel Ricciardo landeten auf den Plätzen fünf und sechs, Ricciardo wird wegen des Einbaus eines neuen Turboladers aber um fünf Plätze zurückgestuft. 

Nico Hülkenberg im Renault kam wie schon in den vorherigen Sessions auch im Qualifying nicht in Schwung und landete nur auf dem 14. Rang. Durch eine Startplatzstrafe gegen Esteban Ocon (Frankreich) rückt der Deutsche noch um eine Position vor.

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