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Daniil Kwjat fährt die schnellste Runde der bisherigen Tests in Barcelona und übertrumpft Ferrari. Sebastian Vettel zeigt sich erneut in guter Verfassung.

Sebastian Vettel und Ferrari waren am dritten Tag der Wintertests in Barcelona nicht mehr die Schnellsten - präsentieren sich bei den offiziellen Probeläufen zur neuen Formel-1-Saison aber weiterhin wie ein Titelfavorit.

Am Mittwoch fuhr der Russe Daniil Kwjat im Toro Rosso in 1:17,704 Minuten die bisherige Wochenbestzeit. 

Direkt hinter ihm reihte sich in 1:17,762 Altmeister Kimi Räikkönen (Finnland) im Alfa Romeo ein. Der Weltmeister von 2007 fuhr seine Bestzeit allerdings ebenso wie Kwjat auf der weichsten und damit schnellsten Reifenmischung. Dritter war der Australier Daniel Ricciardo im Renault (1:18,164).

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Vettel erneut schnell

Bei Ferrari lief auch am Mittwochvormittag alles nach Plan. Vettel war auf den härteren Reifen in 1:18,350 Minuten viertschnellster Mann und kam auf weniger als zwei Zehntelsekunden an seine persönliche Bestzeit vom Montag heran. Zudem lief der SF90 erneut problemlos und trug Vettel bis zur Mittagspause 80 Mal um den Circuit de Barcelona-Catalunya. Am Donnerstag übernimmt wieder Ferraris neuer Jungstar Charles Leclerc das Steuer der Roten Göttin.

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Das Weltmeisterteam Mercedes ließ es wie schon in den beiden ersten Tagen langsam angehen, die Silberpfeile waren offenbar nicht auf Bestzeiten, sondern auf Zuverlässigkeit aus. Valtteri Bottas (Finnland/1:20,693) lag am Ende des Tages als Elfter von 13 Fahrern auf der Strecke noch vor Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien), dessen 1:20,818 nur zum vorletzten Platz reichten.

Williams erstmals auf der Strecke

Langsamer als Bottas und Hamilton war nur Formel-1-Neuling George Russell (Großbritannien), dessen Debüt von dem schwelenden Streit bei seinem Williams-Team überlagert wurde. In 1:25,625 hatte der 21-Jährige fast fünf Sekunden Rückstand auf den vor ihm platzierten Hamilton.

Besser machte es Nico Hülkenberg (Emmerich), der den Renault in 1:18,800 Minuten auf Platz sechs stellte. 

Der verspätete Start bei den Testfahrten hat offenbar zu heftigen teaminternen Unstimmigkeiten bei Williams geführt. Die stellvertretende Teamchefin Claire Williams fand am Mittwoch jedenfalls deutliche Worte. "Es ist peinlich, dass wir es nicht schaffen, ein Auto hier hinzustellen, während es alle anderen geschafft haben", sagte die 42-Jährige.

Trennung von Technikchef Lowe möglich

Mit Blick auf die Schuldfrage wolle sie "nicht ins Detail gehen, weil ich in der Öffentlichkeit keine schmutzige Wäsche waschen will". Medienberichten zufolge steht eine Trennung von Technikchef Paddy Lowe im Raum, die für Mittwoch geplante Medienrunde mit dem 56-Jährigen wurde gestrichen.

Die zweite Testphase findet vom 26. Februar bis 1. März ebenfalls in Barcelona statt. Getestet wird täglich von 9 bis 13 und von 14 bis 18Uhr.

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