Lesedauer: 4 Minuten
teilenE-MailKommentare

Melbourne - Lewis Hamilton sichert sich in Melbourne die erste F1-Pole des Jahres - doch er hadert mit dem großen Vorsprung. Ganz andere Sorgen haben Ferrari und Vettel.

Die Qualifikation in Melbourne zeigt dasselbe Bild wie schon 2018: Lewis Hamilton wird wieder einmal von der Pole-Position ins Rennen gehen.

Nach den freien Trainings dominierte Mercedes auch am Samstag. Hinter dem auf Platz zwei platzierten Valtteri Bottas hat Sebastian Vettel im Ferrari einen Rückstand von 0,7 Sekunden auf Hamilton. Für ihn ist der Abstand "zu groß".

Trotz des Rückstands ist Vettel aber optimistisch für das Rennen am Sonntag. Schließlich siegte man auch im vergangenen Jahr trotz der Pole von Hamilton. Auf die Saison gesehen bereitet ihm der große Rückstand auf Weltmeister Hamilton aber sehr wohl Sorgen.

Anzeige

SPORT1 fasst die Stimmen von RTLSky, aus der Mixed-Zone und der Boxengasse zusammen:

Lewis Hamilton (Mercedes, Startplatz 1): "Wir kamen vom Testen zurück und hatten keine Ahnung, wo wir stehen. Wir haben natürlich gehofft, dass es klappt, weil wir hart gearbeitet haben - auch an diesem Wochenende wieder. Valtteri hat es auch einen außerordentlich guten Job gemacht. Es ist schön, zu sehen, dass die besten 15 oder 16 innerhalb einer Sekunde liegen. Das liegt natürlich auch am Reglement. Ehrlich gesagt, bin ich mit dem großen Vorsprung nicht ganz zufrieden. Ich mag es, wenn es eng zugeht. Dann macht der Fahrer den Unterschied."

Meistgelesene Artikel

Valtteri Bottas (Mercedes, Startplatz 2): "Wir haben ziemlich gute Fortschritte gemacht. Ich hatte ein schwieriges drittes freies Training. Die Situation konnten wir für die Qualifikation ändern. In Q3 hat die erste Runde wirklich Spaß gemacht, aber es hat nicht gereicht. Lewis hat am Ende wirklich eine gute Runde gefahren. Ich hatte im zweiten Run im ersten Sektor ein paar Probleme."

Sebastian Vettel (Ferrari, Startplatz 3): "Das Auto fühlt sich ganz ok an. Ich hätte gedacht, dass es heute besser läuft. Aber wenn man das mit den anderen vergleicht, muss man sehen. Ich mache mir für das Rennen keine zu großen Sorgen. Der Sieg ist schon noch möglich. Man weiß nie, was passiert. Aber natürlich wäre es besser, in einer anderen Position zu sein. Sieben Zehntel sind eine Menge Holz. Da sind sie (Mercedes, Anm. d. Red.) in einer sehr bequemen Situation und wir haben große Kopfschmerzen. Ich glaube, dass Mercedes nicht weiß, warum der Abstand so groß ist und wir wissen ehrlich gesagt auch nicht, warum wir so weit dahinter sind."

Max Verstappen (Red Bull, Startplatz 4): "Wenn man bedenkt, wie das Wochenende bisher gelaufen ist, bin ich sehr zufrieden. Wir sind nicht da, wo wir sein wollen, aber man muss realistisch bleiben und mit der Startposition glücklich sein."

Charles Leclerc (Ferrari, Startplatz 5): "Ich ärgere mich sehr über mich. Der erste Run in Q3 war noch okay. Im zweiten habe ich einen großen Fehler gemacht, die Runde war sehr schlecht. Es wäre möglich gewesen, unter die besten drei zu kommen - in die erste Reihe aber nicht."

Nico Hülkenberg (Renault, Startplatz 11): "Ich habe auf einmal Leistung verloren. Irgendwas hat nicht mehr so funktioniert, wie es sollte. Das Team hat mir dann Sekunden später gesagt, 'Szenario zwölf', also der sogenannte Sicherheitsmodus. Ich musste an die Box kommen, weil ich keine Ahnung hatte, was genau passiert ist."

Robert Kubica (Williams, Startplatz 20): "In der Qualifikation hat sich etwas Merkwürdiges abgespielt, das wir erst einmal verstehen müssen. Eigentlich war es eine gute Entwicklung. Als ich in Q1 die Boxengasse zum dritten Run verlassen habe, habe ich plötzlich mehr Grip gespürt und konnte das Auto für das erste Mal heute wirklich fahren. Es ist schade, dass ich einen Fehler in Kurve zehn gemacht und dabei die Mauer berührt habe."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): "Ich bin überwältigt. Es ist ein unglaubliches Gefühl, aber wir müssen auf dem Boden bleiben. Die Zuverlässigkeit schwebt immer über uns. Es gibt immer Risiken, denn die Fahrer müssen auch die Ideallinie verlassen. Die Longruns waren gut, wie müssen jetzt alles zusammen kriegen"

Nächste Artikel
previous article imagenext article image