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Sebastian Vettel hatte im Duell mit Lewis Hamilton die Nase vorn
Sebastian Vettel hatte im Duell mit Lewis Hamilton die Nase vorn © Getty Images
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Die Zeitenjagd am letzten Tag der Testfahrten in Barcelona macht Appetit auf den Start der Formel-1-WM. Ferrari und Mercedes duellieren sich auf Augenhöhe.

Das Duell der Giganten hat am letzten Tag der Formel-1-Testfahrten in Barcelona spektakulär an Fahrt aufgenommen. Am Ende der insgesamt acht Tage auf dem Circuit de Catalunya trennten Ferrari-Pilot Sebastian Vettel und Mercedes-Weltmeister Lewis Hamilton gerade mal drei Tausendstelsekunden.

Die Bühne für den ersten großen Showdown am 17. März beim Saisonstart in Melbourne ist bereitet. (SERVICE: Ergebnisse der Testfahrten)

Zunächst war Vettel am Freitag der Mann des Tages, ehe die streikende Elektrik des Ferrari den viermaligen Weltmeister vorzeitig in den Feierabend schickte. Bis dahin hatte der Heppenheimer zwei Tage nach seinem spektakulären Crash eine Topmarke nach der anderen vorgelegt und war mit der Wochenbestzeit von 1:16,221 Minuten in die Mittagspause gegangen. Tags zuvor war sein Teamkollege Charles Leclerc nur eine Hundertstelsekunde langsamer gewesen.

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Nachmittags blieben der Scuderia von den geplanten vier Stunden dann nur noch 90 Minuten, ehe Vettel das Auto in Kurve 2 ausrollen ließ. Zu dem Zeitpunkt hatte Ferrari gerade eine Renndistanz simuliert, die dann nach dem ersten Drittel der Distanz beendet war. "Wir werden es nicht schaffen, das Auto rechtzeitig wieder hinzukriegen", twitterte Ferrari: "Für uns sind die Testfahrten beendet."

Hamilton kommt nicht ganz an Vettel ran

Danach schlug die Stunde von Mercedes und Weltmeister Lewis Hamilton. War der Finne Valtteri Bottas morgens selbst auf der weichsten Reifenmischung C5 mehr als drei Zehntelsekunden langsamer als Vettel gewesen, drehte Hamilton nachmittags auf. Die Bestzeit von Vettel blieb jedoch bestehen, einen Wimpernschlag dahinter reihte sich Hamilton auf Platz zwei ein. Danach eilte der Brite zum Flughafen und verabschiedete sich zu einem kurzen Abstecher zur Pariser Fashion Week.

Vettel beeindruckte vor allem in der letzten Stunde vor der Mittagspause. Der 31-Jährige legte mit verschiedenen Reifenmischungen Bestzeit um Bestzeit vor und untermauerte das, was Leclerc am Donnerstag zur Überraschung vieler Beobachter sehr deutlich ausgesprochen hatte: "Ein Ferrari wird den Auftakt in Melbourne gewinnen."

Bis zum Saisonstart in Australien sind noch zwei Wochen Zeit, Hamilton blieb dennoch sehr gelassen. "Es gibt keine Punkte oder Belohnungen für die Bestzeit bei Testfahrten. Wichtig ist, wie schnell wir tatsächlich in Melbourne sein können, und das werden wir nach dem Qualifying wissen."

Verstappen verzichtet auf Zeitenjagd

Einen Tag nach dem kapitalen Crash des Franzosen Pierre Gasly nach einem Fahrfehler hatte Red Bull das Auto in einer intensiven Nachtschicht rechtzeitig für Max Verstappen wieder auf die Räder gestellt. Der Niederländer verzichtete allerdings auf eine Zeitenjagd, seine 1:17,709, erzielt auf der Medium-Mischung C3, reichten nur für Platz elf.

Einen guten Job machte Renault-Fahrer Nico Hülkenberg. In 1:16,843 Minuten auf den C5-Reifen stellte der Emmericher sein Auto hinter Bottas (1:16,561/C5) auf Platz vier und war damit deutlich schneller als sein neuer Teamkollege Daniel Ricciardo (Australien/1:17,144/C5) auf Rang acht.

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