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Dmitri Masepin und sein Sohn Nikita
Dmitri Masepin und sein Sohn Nikita © Imago
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München - Der russische Oligarch Dmitri Masepin ist offenbar an einem Einstieg bei Williams interessiert. Bei dem strauchelnden Team will er seinen Sohn ins Cockpit setzen.

Kauft sich ein russischer Oligarch in die Formel 1 ein?

Nach Informationen von Motorsport-Total hat der Milliardär Dmitri Masepin seine Fühler nach dem finanziell und sportlich strauchelnden Williams-Team ausgestreckt. (Formel 1: Großer Preis von Aserbaidschan am Sonntag ab 14.10 Uhr im LIVETICKER)

Masepin kontrolliert die russischen Chemie-Giganten Uralchim und Uralkali und ist unter anderem auch der Vorsitzende des Wirtschaftsrates Russland-Simbabwe. Ihm werden exzellente Kontakte zum russischen Präsidenten Wladimir Putin nachgesagt.

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Masepin verdient Vermögen in Chemie-Branche

Vor allem mit Düngemitteln hat der gebürtige Weißrusse sein geschätztes Vermögen von 1,5 Milliarden Euro erworben. Er ist einer der führenden Wirtschaftsköpfe Russlands. Im Sommer 2018 hatte er bereits ein konkretes Angebot für den insolventen Rennstall Force India abgegeben, damals erhielt jedoch der Kanadier Lawrence Stroll den Zuschlag. Masepin leitete sogar juristische Schritte ein.

Nun hat er es offenbar auf das chronisch klamme Traditions-Team Williams abgesehen. Die Gerüchte gibt es schon länger, aber angesichts der aktuellen Talfahrt des einst so erfolgreichen Giganten gehen Claire Williams vielleicht bald die Argumente aus.

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Williams finanziell und sportlich in der Krise

Von WM-Punkten ist die Truppe aus Grove aktuell Lichtjahre entfernt, Technikchef Paddy Lowe wurde gefeuert, die Aktionäre könnten relativ schnell die Geduld verlieren. (SERVICE: WM-Wertung der Formel 1)

Vielleicht muss sich Williams dann doch neues Geld ins Team holen. Masepin hat neben dem Prestige der Formel 1 aber auch ein ganz konkretes Interesse an der Königsklasse.

Sein Sohn Nikita fährt aktuell in der Formel 2 gegen Mick Schumacher. Kauft sich Masepin ein, wird sein Sohn definitiv eines der Cockpits besetzen.

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Rivalität mit den Strolls - Masepin jr. fehlt die Lizenz

Die Rivalität mit dem Stroll-Klan ist dabei auch interessant. Denn als Stroll senior das Prema-Team kaufte, um seinen Sohn auf die Formel 1 vorzubereiten, zog Masepin mit seinem Einstieg bei Hitech nach. 2017 verpflichtete er nach Nico Rosbergs Rücktritt desssen Fitmacher Daniel Schlösser für seinen Sprössling.

Einen Haken gibt es allerdings neben den Modalitäten mit Williams noch: Masepin junior hat noch keine für die Formel 1 benötigte Superlizenz, dafür müsste er in dieser Saison in der Formel 2 mindestens Fünfter werden.

Im Simulator hat er bereits für Williams getestet. Bald könnte er im richtigen Williams Platz nehmen.

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