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Die Formel 1 will sich um mehr Nachhaltigkeit bemühen
Die Formel 1 will sich um mehr Nachhaltigkeit bemühen © Getty Images
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München - Neuer Sprit, verbesserte Motoren, weniger Kosten: Die Formel 1 will nachhaltiger und grüner werden. Für ihre Zukunft scheint diese Entwicklung unerlässlich.

Die Herrschaft der "Marmottes" auf der Ile Notre-Dame legt wie alljährlich im Juni eine Zwangspause ein. Die Murmeltiere bevölkern die grün durchzogene Insel im mächtigen Sankt-Lorenz-Strom - und wenn nicht gerade die Formel 1 in Montreal gastiert, fristen die Nager dort zumeist ein ziemlich friedliches Dasein. 

Seit Freitag heulen aber wieder die Motoren bei den ersten freien Trainings zum Großen Preis von Kanada (Formel 1: Großer Preis von Kanada am Sonntag, 20.10 Uhr im LIVETICKER) - und für die kleinen Pelzträger wird es drei Tage lang gefährlich.

Selten im Jahr ist das PS-Spektakel so eng in die Natur eingebunden wie entlang des Circuit Gilles Villeneuve. Verschreckte Murmeltiere, Eichhörnchen oder Möwen auf der Strecke sind keine Seltenheit, es kommt mitunter wie im Vorjahr zu Kollateralschäden an der Fauna.

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Formel E macht Formel 1 Konkurrenz

Die Beliebtheit des Kanada-Grand-Prix leidet darunter nicht. Andere Umweltfragen drohen dem Image der Königsklasse dagegen eher zu schaden.

V12-Motoren gehören der Vergangenheit an, als grün gilt die Formel 1 deshalb noch lange nicht. Angesichts eines wachsenden ökologischen Bewusstseins muss die Rennserie reagieren. Denn auch eine potenzielle Konkurrenz steht längst bereit. 

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F1-Reformen für 2021 geplant

Die Autobauer BMW und Audi sind bereits an Bord, zur kommenden Saison folgen Porsche und auch die Formel-1-Seriensieger von Mercedes. Ex-Weltmeister Nico Rosberg rührt kräftig die Werbetrommel.

Die Formel 1 antwortet mit Reformplänen. 2021 soll der große Umbruch erfolgen, es geht unter anderem um Budgetobergrenzen, Kosteneinsparungen und einen offeneren Wettbewerb.

Auch das Thema Ökologie spielt eine Rolle. Ein Teil des Plans sieht dabei nach einem Bericht des Fachmagazins auto motor und sport die schrittweise Umstellung auf synthetischen und weitgehend CO2-neutralen Kraftstoff vor.

Abiteboul kündigt Sprit-Alternative an

Die Teams scheinen dem Ansatz nicht abgeneigt zu sein. Die Formel 1 versteht sich als Vorreiter für technologische Entwicklungen, auch beim Thema E-Fuel könnte dies der Fall werden. Die Formel 1 müsse relevant bleiben, sagte Renault-Teamchef Cyril Abiteboul. 

"Es wird in den nächsten Jahren neue Formen des Benzins geben. Ob wir über mehr Biosprit sprechen, eine andere Zusammensetzung also, oder selbst über synthetisches Benzin, das aus nicht-fossilen Quellen stammt. Das könnte attraktiv sein und würde eine neue Entwicklung erfordern. Es könnte also der Weg vorwärts sein", sagte der Franzose. Man glaube weiter daran, dass die Formel 1 nicht komplett elektrisch werden sollte.

Die Situation der Murmeltiere von der Ile Notre-Dame wird deutlich früher geklärt sein. Schon am Montag ist der Spuk für ein Jahr vorbei. 

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