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F1 Grand Prix of Bahrain - Previews
F1 Grand Prix of Bahrain - Previews © Getty Images
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Am Rande des GP von Großbritannien verabschiedet sich die Formel 1 vom verstorbenen Rennleiter Charlie Whiting. Sebastian Vettel hält eine emotionale Rede.

Die Formel 1 hat am Rande des Grand Prix von Großbritannien (Formel 1: Großer Preis von Großbritannien, So. ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) noch einmal Abschied von Charlie Whiting genommen.

Um dem langjährigen Rennleiter, der im März plötzlich verstarb, zu gedenken, wurde am Donnerstag eine Abschiedsfeier veranstalte. Sebastian Vettel hielt dabei eine emotionale Rede. "Im Motorsport sind wir auf die Stoppuhr angewiesen. Wir sind abhängig von Zeit. Wir jagen sie. Wir werden Experten darin, Zeit zu jagen. Manchmal scheint es, erwischen wir sie. Wir sind in der Lage, für einen Moment daran festzuhalten, bevor sich der Moment wieder verflüchtigt", sagte der Ferrari-Pilot in der Ansprache.

Die Fahrer würden die Außenwelt vergessen, es fühle sich wie Fliegen an, schilderte der Deutsche. "Für uns gibt es kein größeres Gefühl, das wir erleben können. Aber das hat seinen Preis. Das Risiko, das wir eingehen, ist es wert einzugehen, um dieses Gefühl wieder und wieder erleben zu können." 

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Vettel dankt Whiting in Rede

Für Vettel sei die Formel 1 weiterhin die Königsklasse des Motorsports - auch dank Whiting. "Du hast diese Jagd für unsere Generationen sicherer gemacht. In der Tat glauben wir, dass unsere Autos sicherer sind als alle anderen. Wir sagen dazu 'unsere' Autos, aber viele davon gehören Dir."

Und weiter: "Du warst nicht unser Schutzengel, da Engel nur gelegentlich auftauchen. Nein, Du warst unser Wächter, der jeden Tag gearbeitet hat, als Wache jedes Mal, wenn wir auf die Strecke gefahren sind", erklärte der 32-Jährige. Whiting spiele auch heute noch eine große Rolle in den Leben der Fahrer - und zwar "mehr als wir das wissen. Mehr als wir ausdrücken können. Mehr als wir uns das vorstellen können."

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Die Bemühungen, Ideen, Liebe für das Rennfahren und den Sport hätten geholfen und würden auch weiterhin dabei helfen, Leben zu retten, betonte Vettel. "Dein Einfluss war so tiefgreifend, dass ein einfaches Dankeschön nicht genug scheint. Die Spuren, die Du auf der Rennstrecke hinterlassen hast, übersteigen jene einer perfekten Runde. Deine Art und Weise war so ausgewogen, es schien, als hättest Du das perfekte Set-up gefunden."

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Vettel: "Du warst ein wahrer Racer"

Zum Ende seiner Rede wählte Vettel folgende Worte: "Du warst ein wahrer Racer, Du warst unser Rennleiter, Du warst unser Wächter und Du warst unser Freund. Und Du sollst noch lange unter uns bleiben, denn man ist so lange am Leben, bis der Letzte Dich vergisst. Wir werden uns an Dich erinnern. Pass auf Dich auf, Charlie!"

Neben Vettel sprachen auch Whitings Witwe Juliette, seine Tochter Laura und Sohn Justin sowie Formel-1-Sportchef Ross Brawn und FIA-Präsident Jean Todt vor den Gästen. Eine besondere Aufgabe wird in Silverstone Whitings Sohn zuteil, der den Startknopf drücken darf. Diese Rolle übernahm sein Vater vor seinem Tod 23 Jahre lang. Whiting war im Alter von 66 Jahren an einer Lungenembolie gestorben.

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