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München und Budapest - Toto Wolff ärgert sich nach dem Ungarn-Qualifying über den Verlust der Pole-Position an Max Verstappen. Sebastian Vettel hadert mit seiner Leistung. Die Stimmen.

Erst das Debakel von Hockenheim, nun die Niederlage im Qualifying von Ungarn gegen Max Verstappen.

Bei Mercedes ist die Souveränität vergangener Zeiten vorerst vorbei. Das macht auch der Ärger von Motorsportchef Toto Wolff deutlich. 

Auch Sebastian Vettel musste nach Platz fünf eine weitere Quali-Enttäuschung erklären. Mit der fünftschnellsten Zeit reichte es nur zur dritten Startreihe. Entsprechend frustriert fiel die Reaktion des Ferrari-Piloten aus.

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Ganz anders die Stimmung bei Max Verstappen. Der Niederländer bejubelt auf dem Hungaroring seine erste Pole-Position überhaupt. SPORT1 fasst die Stimmen vom Qualifying aus Ungarn bei RTL, Sky, ORF sowie aus der Mixed-Zone und der Boxengasse zusammen.

Verstappen: "Das Auto flog regelrecht"

Max Verstappen (Red Bull), Startplatz 1:

"Das hatte noch gefehlt. Das Auto fühlte sich das ganze Wochenende über gut an. Im Qualifying ist es immer schwierig, doch dieses Mal habe ich es geschafft. Das Auto flog regelrecht, es war unglaublich. Ich bin hochzufrieden, aber das Wichtigste, das Rennen, das kommt erst noch."

Valtteri Bottas (Mercedes), Startplatz 2:

"Ich konnte gestern kaum fahren, aber es wurde heute immer besser und am Ende war es ganz knapp mit Max. Ich bin hier, um zu gewinnen."

Hamilton kündigt gute Unterhaltung an

Lewis Hamilton (Mercedes), Startplatz 3:

"Natürlich will ich immer auf Platz 1 stehen, aber Max hat einen tollen Job gemacht und Valtteri war auch etwas schneller. Wir sind aber in einer guten Position, um das Rennen noch zu gewinnen. Der Weg zu Kurve 1 ist lang, es ist nicht einfach, hier zu überholen, aber ich will den Leuten morgen etwas bieten für ihr Geld."

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 5:

"Im dritten Sektor sind wir nicht schnell genug, haben zu wenig Grip im Vergleich zu den anderen. Da haben wir zu wenig Downforce. Wir sind von der reinen Pace her hinter den Red Bulls und Mercedes. Es war schwierig heute, aber wir haben versucht, das Beste draus zu machen. Ich habe es in Kurve 5 weggeschmissen - und die Kurven 8 und 9 waren auch nicht ideal. Morgen wird viel über die Reifen entschieden, aber wir starten alle auf den gleichen Reifen. Lassen wir uns überraschen."

Nico Hülkenberg (Renault), Startplatz 11:

"Heute freue ich mich. P11 ist keine schlechte Startposition für morgen, weil sie uns strategisch Flexibilität mit den Reifen bringt. Von 9 oder 10 auf soften Reifen zu starten, wäre eher undankbar gewesen. Morgen ist vieles drin. Ich freue mich aufs Rennen - und dann auf Urlaub."

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Christian Horner (Red-Bull-Teamchef):

"Natürlich waren das jetzt ein paar gute Wochen für uns, speziell diese Woche war bislang sehr gut. Es wäre schön, mit einem guten Ergebnis in die Sommerpause zu gehen. Wir haben seit dem Österreich-Grand-Prix definitiv Fortschritte gemacht. Dort haben wir gewonnen. In Silverstone hätten wir Zweiter werden sollen und das letzte Rennen haben wir auch gewonnen. Dann eine Pole hier, das ist fantastisch."

Marko: "Sind auf dem richtigen Weg"

Helmut Marko (Red-Bull-Motorsportberater):

"Wie eine Erlösung ist das. Jetzt muss nur noch der Start funktionieren morgen. Gott sei Dank ist das jetzt endlich erledigt, das war schon ein leichter Albtraum. Die Pole-Position zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wenn die Strecke es zulässt, mit nicht allzu viel Geraden, dann sind wir dabei. Und Honda stellt demnächst noch ein Motorenupdate bereit. Ich glaube, die zweite Saisonhälfte kann noch ganz schön spannend werden."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef):

"Man sieht, auch Honda ist in der Lage, einen schnellen Motor zu bauen. Leider Gottes ist das Überholen so schwierig. Aber wir haben zwei Autos hinter dem Max. Damit haben wir vielleicht mehr strategische Optionen. In erster Linie ärgere ich mich, dass wir es nicht gemacht haben. Es war da, aber es war von uns einfach nicht gut genug. Ich habe gedacht, dass es sich vielleicht ausgeht, aber wir hatten heute nicht das schnellste Auto. Der Red Bull ist hier mit Verstappen am Steuer schneller."

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