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Beim ersten freien Training zum Ungarn-GP findet Lewis Hamilton zu alter Form zurück. Sebastian Vettel kämpft um Rang zwei. Das zweite Training fällt dem Wetter zum Opfer.

Noch am Sonntag in Hockenheim hatte der Regen für die wildeste Achterbahnfahrt der Saison gesorgt - am Freitag brachte er der Formel 1 nun jede Menge Stillstand. Der Auftakt zum Großen Preis von Ungarn fiel teilweise dem Wetter zum Opfer, und nicht nur für Sebastian Vettel wird das Wochenende vor den Toren Budapests damit ein Sprung ins Ungewisse. Fünf Tage nach dem furiosen Heimrennen blieb erstmal offen, ob der Ferrari-Pilot Mercedes auch im letzten WM-Lauf vor der Sommerpause herausfordern kann.

Meist leichter, aber andauernder Niederschlag genügte, um die Nachmittagseinheit zum Muster ohne Wert zu machen, kein Pilot drehte eine wirklich schnelle Runde. Nur die erste Einheit am Vormittag gab ein wenig Aufschluss über die Kräfteverhältnisse auf trockener Strecke.

Weltmeister und WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton hatte da dominiert, der Brite im Mercedes drehte in 1:17,233 Minuten die schnellste Runde des Tages. Dahinter lieferte sich Vettel mit Max Verstappen ein enges Duell um die Rolle des ersten Verfolgers - und verlor knapp: Red-Bull-Pilot Verstappen lag als Zweiter gut anderthalb Zehntelsekunden hinter Hamilton und nur eine Tausendstel vor Vettel.

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Vettel: "Noch Luft nach oben"

"Es war interessant, aber wo wir im Vergleich zu den anderen stehen, kann man erst am Samstag sagen. Heute Vormittag hatten wir noch Luft nach oben", sagte Vettel. Hamilton erklärte: "Wenn man weiß, dass das Rennen trocken bleibt, dann fokussiert man sich auch auf die Trainingszeit auf trockener Strecke. Und da ist es bei uns nach Wunsch gelaufen."

Vettels Teamkollege Charles Leclerc landete mit fast einer Sekunde Rückstand nur auf Rang sieben. Achter wurde Renault-Pilot Nico Hülkenberg. Bei Valtteri Bottas im zweiten Mercedes waren schon zu Beginn der ersten Session Probleme mit der Power Unit aufgetreten, der Finne konnte keine gezeitete Runde drehen, verlor wertvolle Trainingszeit - und litt damit besonders unter den schlechten Bedingungen am Nachmittag. Seine Zeit aus der zweiten Session genügte für Rang sechs in der Tagesabrechnung.

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Kurz nach Beginn der zweiten Einheit hatte leichter Regen eingesetzt. Die Teams verzichteten zunächst fast geschlossen auf Ausfahrten, da für Qualifying (Samstag, ab 15.00 Uhr im LIVETICKER) und Rennen (Sonntag, ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) trockene Bedingungen vorausgesagt sind. Letztlich warteten die Fahrer aber vergeblich auf ein Ende des Regens, der gegen Ende des Trainings sogar stärker wurde, sodass alle Rennställe die Zeit dann doch für einige Runden auf Intermediate-Reifen nutzten.

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Die Erkenntnisse für das Wochenende blieben aber gering. Mercedes sollte das Layout des Hungarorings mit vielen langsamen Kurven eigentlich besonders liegen, Ferrari sollte sich nach bisherigen Erkenntnissen besonders schwer tun - allerdings wird es am Samstag und Sonntag warm, das könnte erneut zum Problem der Silberpfeile werden. Zudem hofft Ferrari, dass die Updates der vergangenen Wochen das Auto auch auf kurvenlastigen Strecken stärker gemacht haben.

Und auch Red Bull darf sich grundsätzlich Chancen ausrechnen. Dank des traditionell guten Chassis schlagen sich die Ex-Weltmeister stets gut in Ungarn, wo die Aerodynamik so wichtig ist. Verstappen (162 Punkte) hat zwei der vergangenen drei Rennen gewonnen und ist Dritter der WM-Wertung hinter dem souveränen Spitzenreiter Hamilton (225) und Bottas (184). Vettel (141) liegt nur auf Rang vier.

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