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McLaren wechselt 2021 den Motorenpartner und kehrt von Renault zu Mercedes zurück. Deren Motorsportchef Toto Wolff bezeichnet die Partnerschaft als "Meilenstein".

Ein echter Formel-1-Hammer ist nun offiziell: McLaren wird 2021 den Motorenpartner wechseln und zu Mercedes zurückkehren.

Das berichtete zunächst Auto Motor und Sport, McLaren bestätigte am Samstag die Zusammenarbeit bis mindestens 2024.

McLaren-Chef Zak Brown bezeichnete den Deal mit Mercedes als einen wichtigen Schritt "auf unserem Weg, in der Formel langfristig wieder erfolgreich zu sein. Mercedes ist der Maßstab, sowohl als Team als auch mit seiner Power Unit."

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Brown ergänzte: "Diese Bekanntgabe spiegelt das Vertrauen unserer Teilhaber wider und ist zugleich eine wichtige Botschaft an unsere Investoren, Mitarbeiter, Partner und Fans: Wir sind fest entschlossen, McLaren wieder an die Spitze des Feldes zurückzuführen."

Maßgeblich an der Umsetzung beteiligt war der neue deutsche Teamchef Andreas Seidl. "Ich habe Andreas gefragt, was nötig ist, um McLaren wieder an die Spitze zu bringen", sagte Brown: "Neben einem neuen Windkanal gehörte die Entscheidung zur Power Unit dazu."

Wolff sieht Zusammenarbeit als "Meilenstein"

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff lobte: "Wir freuen uns sehr, McLaren im Rahmen dieser Power-Unit-Vereinbarung wieder in der Motorsport-Familie von Mercedes begrüßen zu dürfen. Obwohl beide Marken eine prestigeträchtige Historie vorzuweisen haben, geht es in dieser neuen Zusammenarbeit nur um den Blick nach vorne und den Beginn einer neuen Ära für Power-Unit-Zulieferer in den kommenden Jahren."

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Er hoffe, dass die langfristige Partnerschaft "einen weiteren Meilenstein für McLaren darstellen wird, die in diesem Zuge die Topteams, inklusive unseres Werksteams, fordern möchten."

Wolff unterstrich, dass trotz der Ausweitung des Engagements als Motorenlieferant die Zukunft des eigenen Rennstalls nicht infrage stehe. "Das ist kein Fingerzeig darauf, dass es uns irgendwann nicht mehr als Werksteam gibt", sagte der Österreicher.

Drei WM-Titel als McLaren-Mercedes

Der britische Rennstall war schon von 1995 bis 2014 mit den Motoren der Stuttgarter unterwegs – und das teilweise äußerst erfolgreich. Mika Häkkinen (Finnland/1998 und 1999) sowie Lewis Hamilton (Großbritannien/2008) wurden in einem McLaren-Mercedes Weltmeister, 1998 kam der Titel in der Konstrukteurs-Wertung dazu.

Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Mercedes wechselte McLaren zu Motoren von Honda. Damit begann der Abstieg des Traditionsrennstalls. Nachdem McLaren im Jahr 2017 den vorletzten Platz der Konstrukteurs-WM belegte, trennten sich die Briten von Honda und wechselten zu Renault.

Vertrag bis mindestens 2024

Mit den Franzosen als Motorenpartner ging es zwar wieder bergauf, die Spitzenresultate blieben jedoch auch weiterhin aus. Jetzt soll die Wiedervereinigung mit Mercedes das Team zu alter Stärke führen. Der Vertrag mit Renault läuft Ende 2020 aus. Die neue Partnerschaft wurde bis mindestens 2024 festgeschrieben.

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Die Gerüchte um eine Wiedervereinigung von McLaren und Mercedes hielten sich schon länger. McLaren hofft durch die neue Partnerschaft auf mehr Stabilität und geringere Kosten.

Mercedes beliefert damit ab 2021 gleich vier Teams in der Formel 1. Neben dem eigenen Werksteam beliefern die Stuttgarter aktuell noch Racing Point und Williams mit Aggregaten. Renault verliert dagegen den einzigen verbliebenen Kunden, Red Bull war 2019 zu Honda gewechselt.

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