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Beim Großen Preis von Singapur verpassen beide Silberpfeile das Podest, obwohl sie als Favoriten gelten. Lewis Hamilton schlägt nach der Pleite Alarm.

Beim Großen Preis von Singapur sicherte sich Ferrari den dritten Sieg in Serie. Nach zwei Erfolgen von Charles Leclerc stand dieses Mal Sebastian Vettel ganz oben. 

Grund genug für Mercedes-Pilot Lewis Hamilton Alarm zu schlagen. "Ich gebe mich bei meinem Vorsprung in der Gesamtwertung keinen Illusionen hin. Noch ist der Titel nicht gewonnen", sagte der Brite nach einem enttäuschenden Nachtrennen, bei dem beide Silberpfeile das Podest verpassten.

Demnach kann sich das Polster des fünffachen Weltmeisters "rasch in Luft auflösen".

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Kein Mercedes-Update demnächst

Vor allem die Stärke der Scuderia macht Hamilton Sorgen. Beim Rennen in der asiatischen Hitze hatte der Rennstall aus Maranello einige Updates an den Start gebracht. Unter anderem erschien der Frontflügel in neuem Design. Bei den Silberpfeilen sieht es dagegen nicht danach aus, als ob das Team in naher Zukunft ein erfolgversprechendes Update an den Start bringen würde.

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"Upgrades sind eine Sache, die über Monate in Planung ist. Du kannst nicht einfach hergehen und sagen, ich hätte nächste Woche bitte gerne ein Update. Das erfordert eine monatelange Planung", erklärte der Brite. Wann Mercedes technisch nachlegt, weiß Hamilton eigenen Angaben zufolge nicht.

"Ich glaube nicht, dass es beim nächsten Rennen ist. Und ich weiß auch nicht, wie viel wir in den restlichen Rennen bekommen werden", berichtete der fünfmalige Weltmeister.

Auch deshalb erwarte er "schwierige" letzte Saisonrennen.

Ferrari schwer zu schlagen

Dass die Scuderia nach einigen schlechten Rennen zu Beginn inzwischen bärenstarke Leistungen bringt, liegt laut Hamilton nicht nur an den technischen Neuerungen. "Vielleicht hatten sie schon das ganze Jahr über ein gutes Auto, aber vielleicht hat es einfach nicht das richtige Arbeitsfenster gehabt", so der Brite weiter.

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Eine Sache ist für den 34-Jährigen in jedem Fall klar. "Das Auto funktioniert jetzt überall richtig gut. Es dürfte daher schwierig werden, Ferrari zu schlagen, wo sie doch auf den Geraden auch so schnell sind."

Der sechste Weltmeistertitel dürfte Hamilton dennoch schwer zu nehmen sein. Sechs Rennen vor Saisonende liegt er 96 Punkte vor Leclerc und Max Verstappen im Red Bull. Sebastian Vettel ist sogar 102 Punkte zurück. Einzig Teamkollege Valtteri Bottas ist mit 65 Punkten Rückstand ein wenig mehr in Reichweite.

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