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Max Verstappen sorgt sich um das Familienleben der Mechaniker
Max Verstappen sorgt sich um das Familienleben der Mechaniker © Getty Images
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Der Rennkalender der Formel 1 bläht sich immer weiter auf. Red-Bull-Pilot Max Verstappen macht sich deshalb vor allem Sorgen um das Wohlergehen seiner Mechaniker.

Noch nie gab es in der Formel 1 so viele Rennen wie in der kommenden Saison.

Der Grand Prix in Hockenheim fällt zwar weg, mit Zandvoort und Hanoi kommen jedoch zwei neue Rennen hinzu. Ganze 22 Stationen umfasst der Kalender ab dem kommenden Jahr. Eine Zumutung, wenn es nach Red-Bull-Pilot Max Verstappen geht. 

Grund dafür ist aber nicht etwa das eigene Befinden, sondern die Sorge um die Mechaniker und deren Familienleben. "Ich finde 22 Rennen im Jahr nicht gut. Wir sollten die besten Strecken rauspicken", sagte er im Interview mit Motorsport-Total.com.

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Mechaniker im Dauereinsatz

"Ich weiß, sie wollen Geld machen, aber sie müssen auch an die Mechaniker denken", hofft Verstappen, dass die Rechteinhaber zur Vernunft kommen.

Während ein Pilot an einem Rennwochenende nur von Donnerstag bis Sonntag arbeitet, sind die Mechaniker mit dem Auf- und Abbau bereits ab Montag oder Dienstag beschäftigt. Folgen zwei Rennwochenenden aufeinander, gibt es dementsprechend keine Pause.

Nach Meinung von Verstappen eine Gefahr für das Familienleben. "Die können gleich die Scheidung beantragen, wenn sie noch mehr Rennen veranstalten", warnte der Niederländer. 

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Verstappen mit Kritik an Bossen

Für die Verantwortlichen, die am Ende die Entscheidungen treffen, sei ein Grand Prix terminlich dagegen kein Problem. "Die Bosse lassen sich am Samstag oder erst am Sonntagmorgen einfliegen und verlassen die Strecke noch vor Rennende", äußerte Verstappen Kritik.

"Für die ist das freilich kein Problem, die können auch 30 Rennwochenenden durchhalten, denn sie sind maximal für drei Tage vor Ort."

Zudem machte der Red-Bull-Pilot deutlich, dass seine Beschwerde ganz und gar nichts mit seiner Person zu tun hat. "Ich beschwere mich ja gar nicht aus Fahrersicht, aber es geht um die Mechaniker", so der 22-Jährige.

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Auch Perez besorgt

Fahrerkollege Sergio Perez pflichtet Verstappen in seiner Kritik bei. "Die Mechaniker sind seit Montag im Einsatz und verlassen die Strecke am Dienstag. Ich glaube, es sind alle schon am Anschlag im Team", warnte der Racing-Point-Pilot.

Die Sorge um das Wohlergehen der Mitarbeiter ist auch beim Mexikaner groß. "Die werden sich sicherlich Gedanken machen. Ich zweifle daran, dass die nebenbei auch ein Familienleben führen können. Das ist sehr schwierig. Es wird wohl sogar soweit gehen, dass wir zwei Crews brauchen, die sich aufteilen", so Perez weiter.

Und auch für den zweifachen Vater selbst sind die vielen Termine und Verpflichtungen nicht immer einfach. "Ja, mal schauen, ob ich Scheidungspapiere zugestellt bekomme", witzelte der 29-Jährige. "Ich habe begonnen, da gab es 19 Rennen. Das ist schon viel."

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