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Sao Paulo - Max Verstappen gewinnt einen völlig verrückten Brasilien-GP. Sebastian Vettel und Charles Leclerc räumen sich gegenseitig ab. Lewis Hamilton droht eine Strafe.

Drama zum Dienstjubiläum: In seinem 100. Rennen für Ferrari ist der Zoff zwischen Sebastian Vettel und Teamkollege Charles Leclerc eskaliert.

Beim Triumph von Polesetter Max Verstappen in Sao Paulo bauten Vettel und Leclerc im Kampf um Platz vier einen Crash und sorgten so für Alarmstufe Rot bei der Scuderia. 

"Was zur Hölle macht er? Ich habe einen Reifenschaden", schrie Vettel am Funk zunächst auf Englisch, ehe er auf Deutsch nachlegte: "Mein Gott, muss das sein?". Leclerc funkte ähnlich erbost: "Was zur Hölle?"

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Vettel und Ferrari erreichen Tiefpunkt

Während Vettel und Ferrari nach dem Titel-K.o. im Duell mit Weltmeister Lewis Hamilton damit am Tiefpunkt der Saison angekommen sind, jubelte Verstappen über seinen dritten Saisonsieg.

Der Niederländer setzte sich vor Pierre Gasly (Toro Rosso) und Carlos Sainz (McLaren) durch.

Hamilton verliert Podest nach Strafe

Hamilton, der als Dritter ins Ziel gefahren war, verlor seinen Platz auf dem Podest nach einer 5-Sekunden-Zeitstrafe und musste am Ende mit Rang sieben zufrieden sein. Der Engländer verursachte auf den letzten Kilometern mit Alex Albon im zweiten Red Bull eine Kollision.

Vettel beschädigte bei dem Ferrari-Drama den Vorderreifen von Leclerc, der Heppenheimer schlitzte sich den Hinterreifen auf. Und so waren die Männer in Rot die Deppen von Brasilien.

Vettel-Leclerc-Unfall sorgt für Spannung

Nach einem lange wenig spektakulären Rennen sorgten erst Safety-Car-Phasen und der Vettel-Leclerc-Unfall kurz vor Schluss dann für mächtig Spannung.

Im Chaos behielt Verstappen die Nerven, der Niederländer verschaffte sich zudem Genugtuung für seine Pleite im Vorjahr. Damals vergab der 22-Jährige noch den schon sicher geglaubten Sieg in Sao Paulo nach einem Unfall mit dem überrundeten Esteban Ocon.

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Diesmal aber war Verstappen nicht zu schlagen und verbesserte sich im WM-Klassement auf Rang drei.

Nico Hülkenberg, der in Brasilien sein Formel-1-Aus für 2020 bestätigte, landete im Renault nach einer Zeitstrafe nur auf Position 15.

Hamilton bremst Vettel am Start aus

"Ich bin vorsichtig optimistisch", hatte Vettel noch vor dem Rennen gesagt, musste dann aber gleich beim Start den ersten Dämpfer einstecken. Hamilton bremste bei der nur 195 Meter langen Anfahrt auf die erste Kurve einen Tick später und konnte sich so an Vettel vorbeidrängeln.

An der Spitze behielt Verstappen die Nerven, der 22-Jährige konnte sich in der Folge etwas von Hamilton absetzen. Dahinter versuchte Vettel zu folgen, doch das Tempo von Verstappen und Hamilton konnte er nicht mitgehen.

Und während vorne zunächst relativ wenig passierte, pflügte Leclerc durch das Mittelfeld. Der Monegasse kassierte ein Auto nach dem anderen und war schon nach zehn Runden auf Platz sechs angekommen.

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Hamilton überholt Verstappen nur kurz

Hamilton holte sich dann als Erster neue Reifen ab, die Strategie ging auf, der 34-Jährige ging an Verstappen vorbei. Der Niederländer verlor aber auch wichtige Zeit, als er am Ende der Boxengasse von Robert Kubica behindert wurde.

Doch mit ordentlich Wut im Bauch überholte er Hamilton am Ende der Start- und Zielgeraden wieder, dieser wunderte sich über das Manöver am Funk: "Habe ich Motorenprobleme?"

Und während Verstappen und Hamilton noch einmal die Soft-Reifen montieren ließen, setzte Vettel auf die härtere Medium-Variante. Damit war klar: Verstappen und Hamilton würden noch einmal die Box ansteuern müssen.

Verstappen wehrt Hamilton ab

Zur Hälfte des Rennens drehte Verstappen weiter als Führender seine Runde, dahinter lauerten Hamilton und Vettel.

Hamilton wechselte dann erneut vor Verstappen die Reifen, doch diesmal ging auch bei dem Supertalent alles glatt und er blieb vor dem Champion.

"Lewis war heute sehr schnell, aber wir hatten gute Manöver gegen ihn", sagte Verstappen, "und danach konnte ich das Rennen kontrollieren."

Die Ereignisse zum Schluss wirbelten dann alles noch einmal durcheinander. "Jedes Jahr passiert hier etwas", hatte Vettel vor dem Rennen gesagt und er sollte Recht behalten: "Der Ort hat einen Hang zum Drama."

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