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Sebastian Vettel macht sich Gedanken über den Klimaschutz und testet veganes Essen. Auch über Greta Thunberg, Weihnachten und seine Zukunft äußert sich der 32-Jährige. .

Aller Rivalität zum Trotz darf sich Charles Leclerc zu Weihnachten auf ein Präsent seines Ferrari-Teamkollegen Sebastian Vettel freuen.

"Charles bekommt sowieso ein Geschenk von mir", verriet der viermalige Formel-1-Weltmeister Vettel im Interview mit der Schweizer Boulevardzeitung Blick. Was genau es sei, "kann ich aber hier nicht verraten, sonst ist es ja keine Überraschung mehr."

Vettel unterlag in der abgelaufenen Saison im Stallduell dem zehn Jahre jüngeren Ferrari-Neuling Leclerc um 24 Punkte und wurde nur WM-Fünfter. Immer wieder beharkten sich die beiden Alphatiere, beim vorletzten Rennen in Brasilien schieden der Heppenheimer und der Monegasse nach einer unnötigen Kollision aus.

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Auch seine Formel-1-Kollegen Lewis Hamilton, Max Verstappen und Kimi Räikkönen will Vettel mit einer kleinen Geste bedenken. "Sie bekommen von mir wie letztes Jahr eine nette Karte. Und ich werde wohl auch diesmal keine Antwort bekommen", erklärte der 32-Jährige.

Vettel testete vegane Lebensweise

Vettel habe im vergangenen Jahr kurzzeitig versucht, vegan zu leben und auf tierische Produkte zu verzichten. Dauerrivale Lewis Hamilton ernährt sich seit Jahren komplett vegan. "Der Versuch ging über rund sechs Wochen, und ich habe daraus sehr viel gelernt", sagte Vettel, der es jedoch nicht länger durchhielt.

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"Was sich für mich geändert hat: Ich esse jetzt weniger Fleisch und achte mehr auf die Qualität der Produkte, was in der Schweiz relativ einfach ist", sagte er: "Zudem kommt jetzt mehr Gemüse auf den Teller."

Vettel: Jeder muss seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten

Neben einer gesünderen Lebensweise sieht der Heppenheimer auch den Klimaschutz als eines der wichtigen Themen unserer Zeit. "Man sollte vielleicht weniger darauf schauen, was nicht ganz in Ordnung ist. Man sollte viel eher darauf schauen, was man selbst tun kann", sagte der Ex-Champion und warnte: "Sonst werden wir uns in einigen Jahren die Augen reiben."

Die Gesellschaft müsse insgesamt an den Punkt kommen, "dass sich jeder fragt, welchen Beitrag er selber leisten kann".

Dabei könne er sich auch sehr gut vorstellen, einmal mit der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg essen zu gehen. "Ich weiß aber nicht, ob sie Lust hat, mit mir an einem Tisch zu sitzen. Aus ihrer Sicht bin ich nicht gerade ein Vorbild", sagte der Ferrari-Pilot.

Vettel: Mit Ferrari noch nicht fertig

Vettels Vertrag bei der Scuderia läuft noch bis 2021. Ob er seinen Vertrag verlängert oder doch noch einmal zu seinem alten Rennstall Red Bull zurückkehrt, ließ er offen. Allerdings tendiert der 32-Jährige derzeit eher dazu, bei den Italienern zu bleiben. "Im Moment ist der Auftrag bei Ferrari mit dem WM-Titel klar. Und wir sind ja noch nicht am Ziel", unterstrich Vettel seine Ambitionen für die nächsten Jahre.

Auch über den Zeitpunkt seines Rücktrittes habe sich Vettel konkret noch keine Gedanken gemacht. "Man macht sich nach über zwölf Jahren sicher mal so seine Gedanken, was danach kommt. Es ist nicht gut, ohne einen Plan durch das Leben zu gehen. Ob es dann auch wirklich dieser Plan ist, weiß keiner."

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