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Ferrari hat eine mäßige erste Testwoche hinter sich. Eine Statistik zeigt, wie alarmierend der Zustand beim Vettel-Team ist. Marc Surer macht Ferrari Hoffnung.

Die erste Testwoche in Barcelona für die Formel-1-Saison 2020 hätte für Ferrari kaum schlechter verlaufen können. (Der Rennkalender der Formel 1)

Erst war Sebastian Vettel krank, dann schockte Mercedes die Scuderia mit seinem innovativen Lenk-System und zu alles Überfluss war der SF1000 auch noch viel zu langsam.

Wie schwach die Zeiten von Ferrari wirklich waren, wird bei einem Blick auf die schnellsten Runden des vergangenen Jahres im Vergleich zu diesem deutlich.

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Nur Ferrari ist langsamer als 2019

Denn alle zehn Teams haben sich laut motorsport-total.com im Vergleich zum Vorjahr gesteigert, Teams wie Williams, Racing Point und Mercedes sogar über zwei Sekunden.

Nur ein einziges Team ist langsamer geworden: Ferrari. Das Team um die beiden Piloten Vettel und Charles Leclerc hatte als Bestzeit in der ersten Woche eine 1:18,154 stehen, das ist eine Zehntel langsamer als 2019.

Die schnellsten Runden der Formel-1-Teams im Vergleich zu 2019
Die schnellsten Runden der Formel-1-Teams im Vergleich zu 2019 © motorsport-total.com

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Natürlich ist es durchaus möglich, dass Ferrari wie Mercedes im vergangenen Jahr noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt hat.

Surer: "Ferrari hält sich zurück"

Das vermutet auch Ex-Rennfahrer und F1-Experte Marc Surer im Gespräch mit SPORT1: "In den letzten Jahren war Ferrari immer der Test-Weltmeister und Mercedes hat beim ersten Rennen dann zugeschlagen. Ich habe das Gefühl, dass es dieses Jahr genau umgekehrt ist. Mercedes versteckt sich nicht, sondern macht seine Tests ohne Heimlichtuerei. Dafür hält sich Ferrari zurück, obwohl sie bei den Longruns absolut auf Augenhöhe mit Mercedes waren."

Ferrari selbst äußert sich allerdings wenig optimistisch - oder ist das alles nur ein großer Poker? "Ich bin nicht so optimistisch wie vergangenes Jahr. Die anderen sind schneller als wir. Machen wir uns Sorgen? Natürlich, weil wir nicht so schnell sind, wie wir es gerne wären", sagte Teamchef Mattia Binotto.

Für den Saisonstart am 15. März im australischen Melbourne übt sich Binotto sogar bereits in Durchhalteparolen: "Es ist eine sehr lange Saison mit möglicherweise 22 Rennen. Da gibt es eine Menge Zeit, sich zu erholen."

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