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Die Königsklasse des Motorsports steht vor großen Veränderungen. Für Formel-1-Sportchef Ross Brawn ist dies eine längst überfällige Entwicklung.

In der Formel 1 greift ab der Saison 2021 ein neues Reglement. Sportchef Ross Brawn sieht in dem neuen Regelwerk einen "notwendigen Neustart".

Auch wenn in der Vergangenheit häufig Top-Teams von Neuerungen profitierten und ihre Dominanz ausbauten, wie etwa Mercedes 2014 oder Red Bull 2010 - der Brite sieht die Formel 1 auf dem richtigen Weg.

Während eines Interviewtermins in London verteidigte Brawn die weitgreifenden Änderungen ab der kommenden Saison. "Die Autos verhalten sich aus aerodynamischer Sicht aktuell schrecklich, wenn sie einem anderen näherkommen", kritisiert Brawn laut motorsport-total die Formel-1-Boliden.

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Neues Konzept soll Abhilfe schaffen

Um dieses Problems Herr zu werden, entwickelten Liberty Media und die FIA das neue Aero-Konzept.

"Es wurde nie genug darüber nachgedacht, wie diese Autos gegeneinander fahren müssen. Sie haben eine Fülle von Teilen, die abfallen, sobald man sie nur anschaut", findet Brawn.

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"Wir wollen keinen Tanker, aber ein Auto, das robust genug ist, um damit ordentlich Rennen zu fahren. Und das haben wir irgendwo verloren", glaubt das frühere Ferrari-Superhirn, unter dessen Mithilfe Rekordweltmeister Michael Schumacher reihenweise WM-Titel einfuhr. 

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Grundsätzlich dürfe man bei Reformen in der Formel 1 nicht zu kurzfristig denken. In der Vergangenheit sei in der Königsklasse des Motorsports zu häufig in Aktionismus verfallen worden, analysiert Brawn.

"Das war ein Reflex. Gab es eine Krise, dann wurde kurzfristig darauf reagiert. Dem lag jedoch keine ordentliche Forschung zugrunde. Manchmal wurde sogar genau das Gegenteil des Erwünschten herbeigeführt."

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