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Martin Brundle (l.) glaubt, Sebastian Vettel (r.) könnte seinen Abgang von Red Bull absichtlich provoziert haben
Martin Brundle (l.) glaubt, Sebastian Vettel (r.) könnte seinen Abgang von Red Bull absichtlich provoziert haben © Imago
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München - Nach einer schwachen Saison wechselt Sebastian Vettel 2014 von Red Bull zu Ferrari. Martin Brundle vermutet dahinter Kalkül des viermaligen Weltmeisters.

Martin Brundle glaubt, Sebastian Vettel könnte 2014 absichtlich schlecht gefahren sein, um somit seinen Weg für einen Wechsel von Red Bull zu Ferrari frei zu machen.

"Ich habe Sebs schreckliche Saison als Ricciardo ankam nie verstanden. Er erzählte immer wieder, wie sehr er die Hybridautos hasste. Aber als er bei Ferrari ankam, war er plötzlich auf dem Laufenden", sagte der frühere Formel-1-Pilot im Interview mit dem F1 Magazin.

Brundle habe sich daher immer wieder die Frage gestellt, ob Vettel nach seinen vier WM-Titeln in Serie mit Absicht langsamer gefahren sei, um seine Ausstiegsklausel auslösen zu können.

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Vettel nutzt Klausel für vorzeitigen Wechsel zu Ferrari

Denn eigentlich war der Heppenheimer vertraglich noch bis Ende 2015 an Red Bull Racing gebunden. Nach seinem zweiten WM-Titel im Jahr 2011 hatte er sich allerdings eine Klausel in den Vertrag schreiben lassen, wonach er das Team unter bestimmten Voraussetzungen bereits ein Jahr früher verlassen durfte.

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So durfte Vettel das Team bereits vorzeitig zum Saisonende verlassen, sollte er bis zum 30. September 2014 nicht mindestens Dritter in der Gesamtwertung sein oder aber mindestens zwei Siege eingefahren haben.

Während Vettels damaliger Teamkollege Daniel Ricciardo bis zum Stichtag bereits drei Siege auf dem Konto hatte, belegte Vettel ohne einen einzigen Triumph lediglich den fünften Rang in der WM und hatte somit freie Bahn für einen Wechsel zu Ferrari.

Vertrag bei Ferrari endet nach Saison 2020

Doch auch wenn Vettel damals nicht absichtlich schlechter gefahren sein sollte, war die Trennung von Red Bull für Brundle nach jenem Jahr ohnehin unausweichlich. "Wie auch immer, er musste gehen, denn ein weiteres Jahr wie dieses mit Danny Ricc und sein Wert wäre fast auf Null gesunken", meinte der WM-Sechste von 1992.

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Im Jahr darauf konnte Vettel für sein neues Team dann immerhin wieder drei Siege einfahren, im Kampf um den Titel hatte er gegen das Mercedes-Duo Lewis Hamilton und Nico Rosberg allerdings keine Chance.

Sein aktueller Vertrag bei der Scuderia gilt nur noch für die aufgrund der Coronakrise noch immer nicht gestartete Saison 2020. Wie es für ihn danach weitergeht, ist noch offen.

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