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Die Formel 1 könnte in Zukunft auf Bio-Kraftstoff wechseln
Die Formel 1 könnte in Zukunft auf Bio-Kraftstoff wechseln © Getty Images
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München - Die Formel 1 arbeitet an ihrem grünen Anstrich. Bis 2030 will die Rennserie komplett CO2-neutral fahren. Noch früher soll es eine Sprit-Revolution geben.

2023 kann ein revolutionäres Jahr für die Formel 1 werden!

Die Königsklasse des Motorsports hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 komplett CO2-neutral zu fahren. Auf dem Weg dorthin könnte schon in drei Jahren ein großes Teilziel erreicht werden.

FIA-Motorenchef Gilles Simon erklärte bei auto motor und sport: "Wenn wir Nachhaltigkeit bei der Entwicklung von Kraftstoffen und effizienten Antrieben demonstrieren, senden wir zwei Nachrichten aus: Wir tun etwas mit unserem Sport und wir öffnen neue Wege."

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Die Formel 1 kann sich also einen weiteren grünen Anstrich geben.

2023 soll der Treibstoff bereits zu 100 Prozent nachhaltig sein, was bedeutet: Bei der Produktion wird genauso viel Kohlendioxid gebunden, wie beim Verbrennungsprozess entsteht.

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20 Prozent bereits 2022

Entsprechende Kraftstoffe werden bereits entwickelt und sollen noch in diesem Jahr an den aktuellen Formel-1-Motoren getestet werden.

In zwei Jahren soll der Sprit bereits 20 Prozent Biomasse enthalten, bevor er im Jahr darauf zu 100 Prozent nachhaltig sein soll.

Für den nachhaltigen Treibstoff sollen zwei Wege erforscht werden: Zum einen Sprit, der auf biologischen Abfällen basiert, zum anderen synthetischer Sprit, der aus Wasserstoff und Kohlenstoff gewonnen wird.

Die Kraftstoffhersteller seien zwar noch skeptisch, "wenn wir ihnen aber sinnvolle technische Vorschläge machen, sollten wir sie auch überzeugen können", sagte Simon.

Grünes Licht von Motorenherstellern

Zumindest seitens der Motorenhersteller kommt grünes Licht. Alle vier Motorenhersteller hätten versichert, den Weg mitgehen zu wollen, "wenn wir demonstrieren können, dass es möglich ist".

Sie wurden damit überzeugt, dass die aktuellen Hybrid-Antriebe weiter verwendet werden können und somit auch in Zukunft auf Effizienz gesetzt werden kann.

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