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Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko sieht in Ferrari keine Konkurrenz für die kommende Saison
Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko sieht in Ferrari keine Konkurrenz für die kommende Saison © Imago
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München - In rund drei Wochen startet die Formel-1-Saison aus der Corona-Pause. Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko rechnet im Titelrennen nur mit einem Rivalen.

Die Vorbereitungen zum Formel-1-Saisonauftakt in Österreich am 5. Juli am Red-Bull-Ring laufen auf Hochtouren. "Alles läuft wie geschmiert", gibt Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko (77) SPORT1 die letzten Wasserstandsmeldungen durch, "jetzt heißt es nur noch Ruhe bewahren".

Immer mehr konzentrieren sich die Teams jetzt aufs Sportliche. "Da man nicht weiß, wie viele Rennen am Ende gefahren werden, hat jede Veranstaltung natürlich jetzt noch größere Bedeutung, fast eine Art Endspielcharakter. Deshalb ist die Zuverlässigkeit ein Schlüssel zum Gewinn der Weltmeisterschaft. Jeder Ausfall kann die WM kosten. Fehler von Fahrern zählen natürlich auch dazu", analysiert Marko. 

Ein vermeintliches Top-Team schätzt der Grazer dabei nicht als titelreif ein - und verrät die Saisonprognose aus Reihen von Red Bull: "Wir erwarten einen Zweikampf zwischen uns und Mercedes. Ferrari ist unserer Meinung nicht auf dem Leistungsstand, um ganz vorne mitzufahren."  

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Surer: "Ferrari fehlt es an Top-Speed"

Gestützt wird die These von Experten wie dem Schweizer Ex-Formel-1-Piloten Marc Surer.

"Grundsätzlich wird sich nichts wesentlich an den Kräfteverhältnissen der Tests im Februar geändert haben. Und dort war klar zu sehen, dass Mercedes und Red Bull das Tempo bestimmten, während Ferrari hinterherhinkte. Sie mussten durch die FIA-Restriktiven den Motor zurückschrauben, das war in Barcelona deutlich zu spüren. Ferrari fehlte es an Top-Speed", sagte der ehemalige Rennleiter von BMW zu SPORT1

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Das PS-Manko ist aber nicht das einzige Indiz, das Surer an der Konkurrenzfähigkeit Ferraris zweifeln lässt.

"Ferrari hat ein neues Fahrzeugkonzept, mit einem etwas höher liegenden Heck. Sie haben das System von Red-Bull-Chefdesigner Adrian Newey kopiert, mit dem Red Bull jahrelang das Maß aller Dinge war. So ein Auto ist aber sehr schwer zu verstehen. Dazu braucht man eine Menge Erfahrung und Kilometer, die Ferrari nicht hatte. Auch der beste Simulator kann dieses Manko nicht wettmachen", glaubt der Schweizer.

Auch laut Analysen von McLaren war Ferrari in Barcelona von seiner Leistungsfähigkeit her nur im Mittelfeld. Hinter Mercedes und Red Bull machten McLaren und das Mercedes-B-Team von Racing Point dort den stärksten Eindruck.

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