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Lewis Hamilton und Sebastian Vettel knieten sich vor dem Start zum Österreich-GP hin
Lewis Hamilton und Sebastian Vettel knieten sich vor dem Start zum Österreich-GP hin © Getty Images
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Die Mehrheit der Formel-1-Piloten setzt vor dem Start zum Österreich-GP ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt. Einige Fahrer aber weigern sich - und nennen Gründe.

Angeführt von Weltmeister Lewis Hamilton haben sich die meisten Formel-1-Fahrer vor dem Start zum Großen Preis von Österreich am Sonntag in Spielberg niedergekniet.

14 der 20 Piloten, darunter auch Ferrari-Pilot Sebastian Vettel, demonstrierten damit ihre Unterstützung der Bewegung "Black Lives Matter". Hamilton trug diesen Schriftzug vorne auf einem schwarzen T-Shirt, hinten stand "End Racism". Bei seinen Kollegen prangte "End Racism vorne auf dem Shirt."

Wie angekündigt gehörten Ferrari-Fahrer Charles Leclerc (Monaco) und Red-Bull-Pilot Max Verstappen (Niederlande) zu denen, die nicht das Knie beugten. Dazu zählten außerdem die beiden Alfa-Romeo-Fahrer Antonio Giovinazzi (Italien) und Kimi Räikkönen (Finnland) sowie Daniil Kwjat (Russland/Alpha Tauri) und Carlos Sainz (Spanien/McLaren). 

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Leclerc: "Verhalten wichtiger als Gesten"

"Ich glaube, dass Fakten und das Verhalten im täglichen Leben wichtiger sind als formale Gesten, die in einigen Ländern möglicherweise als kontrovers angesehen werden könnten", hatte Leclerc kurz vor dem Start getwittert. 

Er werde deshalb "nicht das Knie beugen", schrieb der 22-jährige Monegasse: "Das bedeutet aber nicht, dass ich im Kampf gegen Rassismus weniger engagiert bin als andere."

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Verstappen ist der Meinung, dass "jeder das Recht hat, sich auf eine Weise auszudrücken, die ihm selbst am besten gefällt. Ich werde nicht niederknien, aber ich respektiere und unterstütze die persönliche Entscheidung eines jeden Fahrers." Außer Leclerc und Verstappen hatten noch einige andere Fahrer Bedenken zu der Geste geäußert, die NFL-Quarterback Colin Kaepernick 2016 etabliert hatte. 

Hamilton engagiert sich für "Black Lives Matter"

Der sechsmalige Weltmeister Lewis Hamilton, der erste und einzige schwarze Formel-1-Fahrer, hatte sich in der Corona-Zwangspause stark für die Bewegung "Black Lives Matter" engagiert. Am Samstag sagte der Brite, er habe seinen Standpunkt seinen Kollegen erklärt und darauf hingewiesen, dass Schweigen "generell mitschuldig" mache. 

Hamiltons Mercedes-Team entschloss sich zu Beginn der Woche, den traditionell silbernen Rennwagen als Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung umzulackieren. In Spielberg hat der W11 seinen ersten Auftritt in Schwarz, diese Lackierung soll bis zum Jahresende beibehalten werden. Zudem tragen Hamilton und sein Teamkollege Valtteri Bottas schwarze Rennoveralls.

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