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Nach zuletzt enttäuschenden Leistungen fällt Ralf Schumacher ein vernichtendes Urteil über die Scuderia. Personelle Konsequenzen sollten jedoch noch nicht gezogen werden

Nach den enttäuschenden Vorstellungen von Ferrari in den ersten beiden Formel-1-Saisonrennen hat Sky-Experte Ralf Schumacher ein vernichtendes Urteil über den Traditionsrennstall abgegeben.

"Der Ferrari ist eine Fehlkonstruktion, nicht nur der Motor ist das Problem. Die Mechanik funktioniert auch nicht. Beide Fahrer kommen damit nicht klar, ein klares Indiz dafür", sagte der sechsmalige Grand-Prix-Gewinner unter dem Eindruck des zweiten WM-Laufes am Sonntag in Spielberg.

In Österreich hatte Charles Leclerc seinen Teamkollegen Sebastian Vettel in der dritten Kurve nach dem Start abgeschossen. Für beide Ferrari-Fahrer war das Rennen damit vorzeitig beendet.

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Zu früh für personelle Konsequenzen

Das sei wirklich ein Absturz mit historischem Ausmaß, schrieb Ralf Schumacher in seiner Sky-Kolumne. "Unglaublich! So kann es nicht weitergehen! Bei Ferrari muss sich einiges ändern! Jahrelang wurde konstant in die falsche Richtung entwickelt." Für personelle Konsequenzen sieht Schumacher keinen Bedarf. Noch nicht.

Den Wunsch des verstorbenen Ferrari-Chefs Sergio Marchionne, dass Italiener bei Ferrari das Sagen haben müssen, hält Schumacher für "romantisch". In der Realität funktioniere er aber nicht. Die Formel 1 sei nun mal international. "Die entscheidende Frage: Ist Mattia Binotto (aktueller Teamchef, Anm. Red.) bereit, von außen Leute abzuwerben, um Herr der Lage zu werden? Wenn nicht, ist er der Falsche auf dieser Position!"

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