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Sebastian Vettel wollte die Rekorde von Michael Schumacher retten
Sebastian Vettel wollte die Rekorde von Michael Schumacher retten © Imago
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München - Lewis Hamilton steht kurz davor, die großen Rekorde von Michael Schumacher zu knacken. Sebastian Vettel gibt zu, dass er den Briten daran hindern wollte.

Läuft in der Formel 1 alles normal, dann dauert es nicht mehr lange, bis Lewis Hamilton die letzten verbliebenen Rekorde von Michael Schumacher einholt und überbietet. 

Mit dem Sieg beim Großen Preis von Ungarn hat der Brite am vergangenen Wochenende bereits den nächsten Meilenstein geknackt. Zum achten Mal siegte der Mercedes-Pilot auf dem Hungaroring. Acht Siege auf einer Strecke waren zuvor nur Schumacher im französischen Magny-Cours gelungen.

Und es dürfte so weitergehen. Den Rekord der meisten Podestplätze kann Hamilton bereits beim nächsten Rennen egalisieren, auch die insgesamt 91 Siege sind im September greifbar. Und selbst die früher als uneinholbar geltenden sieben WM-Titel könnte Hamilton nach der laufenden Saison eingeholt haben. 

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"Das habe ich nicht wirklich im Kopf, das befindet sich nicht einmal in der Nähe meiner Prioritäten", wiegelt Hamilton jeden Gedanken daran nach wie vor - zumindest öffentlich - ab.

Rekorde von Schumacher in Gefahr

Für viele Schumacher-Fans ist das mögliche Ende der Rekorde ihres Idols eine schreckliche Vorstellung. Und auch für Sebastian Vettel galt es eigentlich, dies zu verhindern. "Ich hatte gehofft, Lewis ein paar WM-Titel abnehmen zu können, damit Michaels Rekorde länger stehen", sagte der Deutsche am vergangenen Wochenende im Interview mit Martin Brundle für Sky Sports F1.

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Erfolgreich war diese Mission jedoch nicht. 

Inzwischen sei es laut Vettel zu spät, den Briten von seiner Rekordjagd abzuhalten. Dies liege vor allem an der schwachen Scuderia. "Wir sind etwas außer Schlagweite, um zu versuchen, ihn abzuhalten", gab der viermalige Weltmeister zu.

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Ferrari faszinierte Vettel

Dass er nach seinem Wechsel zu Ferrari versuchen wollte, in die riesigen Fußstapfen Schumachers in Maranello zu treten, bestritt Vettel indes. "Das wollte ich nicht wirklich. Ich war realistisch genug, dass ich nie buchstäblich in Michaels Fußstapfen treten wollte. Ich wollte, dass es für mich selbst funktioniert, nicht für Michael. Schade, dass es nicht geklappt hat."

Auch für seinen Wechsel zur Scuderia sei Schumacher nicht entscheidend gewesen: "Ferrari war immer einer meiner Träume. Ich war von meiner Kindheit und Michael im roten Auto unfassbar inspiriert. Es ist eine faszinierende Marke."

Doch obwohl Vettel in Rot kein WM-Titel gelang, blickt der Deutsche positiv zurück. "Wir hatten trotzdem gute Jahre und Highlights", sagte Vettel und stelle klar: "Ich bedauere das nicht."

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