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Eddie Jordan rät von einer Verpflichtung von Sebastian Vettel ab. Der ehemalige Rennstall-Besitzer sieht ihn nicht auf dem Level von Lewis Hamilton oder Charles Leclerc.

Die Zukunft des viermaligen Weltmeisters Sebastian Vettel ist weiterhin ungewiss.

Sein Abschied von Ferrari nach der Saison ist sicher und viele Plätze in der Formel 1 sind bereits besetzt - doch vor allem Racing Point gilt als möglicher zukünftiger Arbeitgeber.

Eddie Jordan rät dem über viele Umbenennungen und Verkäufe aus Jordan Grand Prix hervorgegangene Team davon aber ab - obwohl der 72-Jährige 1998 mit Damon Hill selbst einen Weltmeister in sein Team geholt hatte und so seinen ersten Grand Prix Sieg feiern konnte.

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Diesen Schachzug würde er mit Vettel als viermaligen Weltmeister heute aber nicht mehr wiederholen, wie er im Podcast F1 Nation erklärte.

"Wahrscheinlich nicht. Es gibt viel zu viele junge Burschen, die nachkommen. Noch vor einem Jahr hätte ja niemand geglaubt, dass ihn Charles Leclerc in ihrem ersten gemeinsamen Jahr komplett zerlegen würde. Doch genau das ist passiert", führt der Ire aus.

Vettel nicht mit der gleichen Magie

Bei Vettel fehle das "gewisse Feuer" und es sei schwer in diesem Alter, die gleiche Magie wie einst bei Red Bull zu entfachen. Jordan setzt lieber auf junge und eingespielte Teams.

"Und selbstverständlich ist Vettel als vierfacher Weltmeister auch ein großer Gewinn für jedes Team. Aber würdest du das Team, das Sergio (Perez, Anm. d. Red.) hat, plus Einnahmen, plus Geld und einen guten Fluss innerhalb des Teams, zerstören?", grübelt Jordan.

Hamilton um Meilen voraus

Ob Vettel in einem Mercedes mit Lewis Hamilton auf Augenhöhe fahren könnte, sieht Jordan ebenfalls kritisch. Gerade im Kopf ist der 33-Jährige aktuell einfach nicht fokussiert genug. 

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"Willst du mir sagen, dass er in einem ähnlichen Auto Kopf-an-Kopf mit Lewis Hamilton kämpfen könnte? Gerade kann er das, psychologisch, nicht einmal mit Charles Leclerc", sagte Jordan: "Kann er es mit Lewis? Ich denke das nicht - und das ist die Art, wie ich das betrachten würde, wenn ich der Teamchef wäre."

Harte Worte vom ehemaligen Rennstall-Besitzer - doch wichtiger für Vettel wird sein, wie Racing Point die Situation einschätzt.

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