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München - Das Verbot des Party-Modus sorgt bei Red Bull für Begeisterung. Doch wird die Formel 1 dadurch wirklich wieder spannender? Mercedes-Boss Wolff bezieht Stellung.

Bei Red Bull war die Freude am vergangenen Samstag groß.

Zum letzten Mal in dieser Saison musste man im Qualifying gegen Mercedes und deren so genannten "Party-Modus" antreten. Eine Motoreneinstellung, die im letzten Qualifying-Abschnitt Extrapower verleiht. 

Wie erwartet schnappten sich die beiden Silberpfeile auf dem Circuit de Catalunya die Plätze eins und zwei auf souveräne Art und Weise.

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Marko hofft auf Pole für Red Bull

Doch damit soll in zwei Wochen Schluss sein. Ab dem Großen Preis von Belgien in Spa ist laut FIA nur noch ein Motormodus für Qualifying und Rennen erlaubt. Der Gedanke hinter der Regel ist klar - die Dominanz von Mercedes soll verringert werden. (Rennkalender 2020 der Formel 1)

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko versetzte diese Nachricht jedenfalls in Ekstase. "Wenn der 'Party-Modus' dann Geschichte ist, dann müssen wir auch mal schauen, dass wir in die erste Reihe oder sogar auf Pole Position kommen", freute sich der 77-Jährige bei Sky.

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Doch ist die Hoffnung des Teams rund um Star-Pilot Max Verstappen überhaupt berechtigt?

Wolff sieht es als Herausforderung

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hat nach dem Spanien-GP zumindest die Hoffnungen vieler auf mehr Spannung gebremst.

"Am Ende des Tages nimmt man verschiedenen Teams Performance weg. Wir haben uns jahrelang konzentriert, dass genau dieser spezifische Aspekt funktioniert, und jetzt kommt man da von linksaußen und sagt, wir wollen das nicht mehr", sagte der Österreicher.

"Aber die Regel muss erst genau definiert werden. Im Endeffekt glaube ich, dass es einfach eine neue Herausforderung für uns ist. Wenn uns durch diesen 'Party-Modus' ein paar Runden weggenommen werden im Qualifying, dann können wir das Vier- oder Fünffache drauflegen im Rennen mit mehr Power. Und im Moment ist das Rennen unsere Schwäche, nicht das Qualifying. Vielleicht tut man uns sogar einen Gefallen", führte Wolff weiter aus.

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Mercedes im Rennen noch schneller?

Mit "das Vier- oder Fünffache drauflegen" meint der Mercedes-Boss dabei natürlich nicht, dass die Boliden vier- oder fünfmal schneller fahren. Vielmehr bezieht sich die Aussage auf die Haltbarkeit des Motors.

"Wenn wir auf fünf Runden im Qualifying-Modus verzichten müssen, dann gibt uns das 25 Runden mit mehr Performance im Rennen." (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Hintergrund: Auch wenn in Zukunft nur noch ein Motorenmodus für Qualifying und Rennen erlaubt ist, heißt das nicht, dass sich die Silberpfeile für den aktuellen Rennmodus entscheiden werden. Auch eine Lösung in der Mitte wäre möglich.

Dann wären Lewis Hamilton und Valtteri Bottas zwar am Samstag ein wenig langsamer, im Rennen aber für längere Zeit sogar schneller.

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Wolff macht Fans wenig Hoffnungen

Dies untermauerte Wolff mit einer weiteren Aussage. "Wenn wir im Qualifying-Modus limitiert werden, denn werden wir im Rennen stärker sein."

Eine Herausforderung wird die neue FIA-Ansage auch für die anderen Teams. Denn auch sie dürfen nun nur noch eine Einstellung verwenden - auch wenn der Party-Modus bei ihnen nicht die Durchschlagskraft hatte wie bei den Silberpfeilen.

Ob die Hoffnungen der FIA und vieler Fans weltweit auf mehr Spannung also überhaupt erfüllt werden können, bleibt daher äußerst fraglich. Sollte es Verstappen regelmäßig auf die Pole schaffen, könnte dies für Spannung sorgen.

Falls der Rückstand von Red Bull auf Mercedes im Qualifying aber nur kleiner wird, könnte die Überlegenheit von Hamilton und Bottas im Rennen noch größer werden.

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