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Sebastian Vettel erlebt bei Ferrari eine schwierige letzte Saison
Sebastian Vettel erlebt bei Ferrari eine schwierige letzte Saison © Imago
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Beim zweiten Freien Training in Silverstone muss Sebastian Vettel nach einer Panne frühzeitig seinen Wagen abstellen. Nico Hülkenberg überrascht mit Renault.

Nächste herbe Enttäuschung für Sebastian Vettel!

Der viermalige Weltmeister war im Freitagstraining (Formel 1: Das komplette Rennwochenende in Silverstone im SPORT1-Liveticker) zum Jubiläums-Grand-Prix der Formel 1 in Silverstone als 14. wieder nicht konkurrenzfähig. Zu allem Überfluss blieb sein SF1000 sechs Minuten vor Ende der Nachmittagseinheit wegen eines Motorschadens liegen. "Großer Schaden im hinteren Teil des Autos", funkte Vettel resigniert an seine Box: "Im Antriebsstrang hat sich etwas nicht richtig angefühlt."

Das etwas nicht stimmte, bewies auch die Ölspur, die Vettels Dienstwagen über der Copse verteilte. In der Kurve zuvor war er über den Randstein gefahren, wobei unter dem Ferrari Funken zu sehen waren. Nachdem er den Wagen abgestellt hatte, ging Vettel um das Auto und roch am Heck. Eine Brandgefahr schien aber nicht zu bestehen.

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Zum Zeitpuntk des Aufalls lag der Heppenheimer mit 1:27,198 Minuten rund 1,5 Sekunden hinter Spitzenreiter Lewis Hamilton. Teamkollege Charles Leclerc fand sich mit 1:26,812 Minuten auf Rang sieben wieder.

Nachdem auch Alfa-Romeo-Pilot Antonio Giovinazzi sein Auto wegen eines Defekts abstellen musste, wurde das Training bei noch knapp zwei Minuten auf der Uhr abgebrochen.

Mercedes dominiert erneut

Teilzeitkraft Nico Hülkenberg hingegen betrieb bei seiner zweiten Chance im Racing Point mit einem starken sechsten Platz Eigenwerbung. Vor allem auf dem Longrun hatte er seinen Stallkonkurrenten Lance Stroll unter Kontrolle, in der schnellsten Runde musste er sich allerdings geschlagen geben.

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An der Spitze zog wieder einmal Mercedes einsam seine Kreise. Weltmeister und WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (England) setzte in 1:25,606 Minuten die Tagesbestzeit bei seinem Heimspiel. Sein finnischer Teamkollege Valtteri Bottas war bei seinem besten Versuch 0,176 Sekunden langsamer.

Dahinter platzierte sich etwas überraschend Renault-Pilot Daniel Ricciardo (Australien/+0,815) vor dem niederländischen Red-Bull-Star Max Verstappen (+0,831) und dem Kanadier Lance Stroll im zweiten Racing Point (+0,895). Hülkenberg musste sich dem Kanadier um zweieinhalb Zehntel geschlagen geben.

Hülkenbergs Einsatz kurzfristig bestätigt

Hülkenbergs Einsatz war erst am Freitagmorgen bestätigt worden, weil bei Stammfahrer Sergio Perez (Mexiko) der zweite Coronatest binnen acht Tagen positiv ausgefallen war. Der 32-jährige Hülkenberg war bereits am vergangenen Wochenende für seinen früheren Teamkollegen eingesprungen, ein Schaden im Getriebe verhinderte allerdings kurzfristig seine Teilnahme am ersten von zwei Rennen in Großbritannien.

Im Fokus in Silverstone, wo die Formel 1 ihren 70. Geburtstag feiert, stehen auch die Reifen. In der Vorwoche war bei drei Piloten (Hamilton, Bottas, McLaren-Pilot Carlos Sainz) kurz vor Rennende jeweils der linke Vorderreifen geplatzt. Eine erste Untersuchung des Herstellers Pirelli ergab, dass Teile auf der Strecke keinen Einfluss hatten.

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Pirelli reagierte mit Blick auf das Rennen am Sonntag und änderte die Nutzungsanweisungen: Der Mindestreifendruck wurde erhöht, um die Beanspruchung zu verringern. Zudem liefert der Hersteller für dieses Wochenende weichere Mischungen, dies war allerdings ohnehin geplant.

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