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Mugello war bis 13. September noch nie Austragungsort eines Formel-1-Rennens
Mugello war bis 13. September noch nie Austragungsort eines Formel-1-Rennens © Imago
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München - Am Sonntag kommt es zum ersten Formel-1-Rennen in Mugello. Die Strecke, die Ferrari gehört, bietet perfekte Voraussetzungen für ein Highspeed-Rennen.

Ferrari steckt tief in der Krise. Die Autos funktionieren nicht und momentan versuchen die Fahrer vorrangig, unfallfrei ins Ziel zu kommen. Platzierungen auf dem Treppchen scheinen in weiter Ferne.

Gerade in dieser schwierigen Phase feiert der italienische Rennstall ein großes Jubiläum. Zum 1000. Mal geht das Team am Wochenende in der Formel 1 an den Start und es kommt zu einem echten Heimrennen beim Jubiläum. (Rennkalender der Formel 1)

Am Sonntag wird das erste Mal auf dem Autodromo Nazionale del Mugello ein Großer Preis der Formel 1 (Formel 1: Großer Preis der Toskana am Sonntag ab 15 Uhr im LIVETICKER) stattfinden.

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Grund für den neuen Circuit ist die weltweite Corona-Pandemie, die den Rennkalender ordentlich durcheinandergewirbelt hat. Die Strecke nördlich von Florenz ist für Ferrari kein Neuland, denn die Italiener sind die Eigentümer. Ob das ein Vorteil für die Fahrer sein kann, wird sich am Wochenende zeigen.

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Formel 1: Schnelles Rennen in Mugello

Eine Runde ist in Mugello 5245 Meter lang und beinhaltet 15 Kurven. Auf den rund fünf Kilometern ist ein sehr schnelles Rennen zu erwarten. Vor allem die Start- und Zielgerade bietet die Möglichkeit, alles aus den Autos herauszuholen. Mit 1141 Metern ist sie eine der längsten der diesjährigen Saison.

Direkt im Anschluss folgt der langsamste Teil der Strecke. Folglich wirken in Kurve 1 extrem hohe G-Kräfte auf die Fahrer, ehe sie eine leichte Steigung hinauffahren und in schnellen Schikanen wieder Tempo aufnehmen können.

Daraufhin kommen zwei flache Kurven, in denen ebenfalls gut Tempo gemacht werden kann. Dann wird es darauf ankommen, dieses Tempo in den letzten großen Kurven gut zu konservieren, um auf der Zielgeraden Höchstgeschwindigkeit zu erreichen.

Mugello Circuit nicht allen bekannt

Der Rennstandort Mugello blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Bereits 1914 wurden in der Gegend erste Rennen ausgetragen, damals aber noch auf öffentlichen Straßen.

Im Jahr 1970 kam es auf den Straßen zu einem tragischen Unfall. Der italienische Rennfahrer Spartaco Dini raste während einer Trainingsfahrt in eine Gruppe Fußgänger, wobei ein Baby getötet wurde. Besonders brisant war diese Tragödie, weil Dini kurz vorher vom Team Alfa Romeo entlassen wurde und vermutlich illegal trainierte. Ein drei Wochen später geplantes Rennen wurde daraufhin abgesagt.

Am 23. Juni 1974 wurde die Strecke von öffentlichen Straßen auf einen eigenen Rundkurs verlegt. Dieser Kurs bildet den Ursprung des heutigen Mugello Circuit.

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Auch wenn die Formel 1 dieses Jahr das erste Mal in Mugello zu Gast ist, hat die Strecke schon viele Weltmeisterschaften erlebt. Seit 1991 findet der Große Preis von Italien in der Motorrad-Weltmeisterschaft auf diesem Circuit statt. Außerdem ließ die DTM dort schon häufiger die Motoren aufheulen.

Unter den Fahrern der Formel 1 ist Mugello kein gänzlich unbeschriebenes Blatt, da einige Teams und Fahrer die Strecke bei Testfahrten in der Vergangenheit kennenlernen durften. Der Großteil kennt sie jedoch nur aus dem Simulator.

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