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Mugello und München - Max Verstappen ätzt nach seinem frühen Aus in Mugello gegen den Motorenlieferanten seines Red-Bull-Teams. Auch bei Ferrari ist die Stimmung nicht besser. Die Stimmen.

Max Verstappen hatte schon nach seinem Ausfall am vergangenen Wochenende mit der mangelnden Zuverlässigkeit seines Honda-Motors gehadert.

"Ich denke, dass es definitiv nicht mehr schlechter werden kann als in Monza!", sagte der Red-Bull-Pilot, nachdem er in Runde 30 wegen eines Motorenproblems seinen Wagen abstellen musste.

Was der Niederländer vor einer Woche allerdings nicht wissen konnte: Es kam schlimmer! Denn in Mugello sorgte erst der nach wie vor streikende Motor dafür, dass er schon kurz nach dem Start weit zurückfiel, ehe er von Kimi Räikkönen auch noch von der Strecke geschoben wurde. Das Aus ereilte ihn schon in Runde eins. Entsprechend genervt reagierte der 22-Jährige. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1).

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Auch bei Ferrari herrscht nach wie vor miese Stimmung. Charles Leclerc (8.) und Sebastian Vettel (10.) landeten erstmals seit fünf Rennen zwar wieder mal gemeinsam in den Punkten. Das hatte aber weniger mit der eigenen Leistung zu tun als vielmehr damit, dass gleich sieben von 20 gestarteten Fahrern im Verlauf des Rennens ausgeschieden sind.

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SPORT1 fasst die Stimmen von der Strecke sowie bei Sky, Ziggo Sport und RTL zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes), Platz 1:

"Es war wie drei Rennen an einem Tag. Diese Strecke ist der Hammer, dazu war es heiß. Es war einfach unglaublich hart heute, vor allem die Re-Starts. Es war sehr, sehr hart, jedes Mal wieder voll konzentriert zu bleiben. Es war nicht einfach, Valtteri hinter mir zu halten. Er war am ganzen Wochenende schnell. Und am Anfang lag ich ja auch hinter ihm."

Valtteri Bottas (Mercedes), Platz 2:

"Ich bin enttäuscht. Ich hatte einen super Start ins Rennen. Dann konnte ich meine Position auch halten. Beim zweiten Start habe ich es dann verloren. Ich werde aber immer weiter puschen. Irgendwann muss es ja auch mal klappen für mich."

Alexander Albon (Red Bull), Platz 3:

"Es war sehr gut. Es hat ein wenig gedauert, bis ich aufs Podium fahren konnte. Es war hart, ich musste viel arbeiten. Aber ich bin sehr glücklich, jetzt kann ich tief durchatmen. Das Rennen selbst habe ich fast noch etwas schlimmer erwartet. In den Hochgeschwindigkeitskurven ist mehr Adrenalin durch meinen Körper geflossen als alles andere. Die meisten Überholmanöver hatte ich auf der langen Geraden. Es macht einfach Spaß, hier zu fahren."

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Charles Leclerc (Ferrari), Platz 8:  

"Wir waren einfach zu langsam, viel mehr war es nicht. Wir hatten nicht die Pace. Ich hatte einen guten Start und brachte mich in die bestmögliche Position. Die zwei Mercedes fuhren weg, daher hatte ich freie Luft. Aber ich musste so sehr mit dem Auto kämpfen."

Sebastian Vettel (Ferrari), Platz 10:

"Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass wir da ein bisschen mehr abstauben als nur einen Punkt zum Schluss, aber viel mehr war da nicht drin. Wir haben einfach nicht die Pace gehabt im Rennen. Das war alles was geht, auch jetzt mit den Enginemodes, wo alle in gewisser Weise gleich geschaltet sind, ist das unser Maximum. Das ist natürlich sehr ernüchternd. Phasenweise war der Williams schneller. Ich glaube, wir hatten einfach nicht den Grip, gerade nach den ersten paar Runden - oder eigentlich gar nicht im Rennen - um da wirklich zu attackieren. Es gab heute nicht viele Autos, die langsamer waren als wir. Das ist natürlich hart für uns, aber wir haben trotzdem versucht, alles mitzunehmen."

über den Massencrash nach dem ersten Re-Start, als Bottas in Führung lag

"Es ist einfach unnötig. Als Spitzenreiter muss man sich über solche Dinge im Klaren sein. Wenn man warten will, sollte man lange warten und dann Gas geben, aber kein Stop-and-Go machen. Es ist wie auf der Autobahn. Fünf, zehn Fahrzeuge hinter einem gibt es dann höchstwahrscheinlich einen Unfall. Zum Glück sind alle unverletzt geblieben."

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Max Verstappen (Red Bull), Ausfall:

"Schon in der Formationsrunde habe ich den Motor fast abgewirkt. Wahrscheinlich war es das gleiche Problem wie in Monza. Denn es hat sich ähnlich angefühlt. Ich bin gut weggekommen und habe zu Lewis aufgeschlossen. Dann aber konnte ich nicht mehr beschleunigen und habe Speed verloren. Der Kontakt mit Kimi passiert dann einfach. Das ist egal. Das passiert, wenn man in so eine Situation kommt. Wahrscheinlich hätte ich das Rennen sowieso nicht beenden können."

über die anhaltenden Probleme an seinem Motor

"Ich spürte schon auf der Fahrt in die Startaufstellung, dass etwas nicht stimmte. Das Auto ging nicht in den Leerlauf und in der Aufwärmrunde geriet ich in das Anti-Stall-Programm. Das ist einfach nicht normal. Besonders, weil das jetzt zum zweiten Mal in Folge passiert. Momentan habe ich einfach die Nase voll davon."

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