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München - Wann herrscht endlich Klarheit über die Zukunft von Lewis Hamilton? Die Verhandlungen mit Mercedes ziehen sich. Toto Wolff spielt dabei in mehrfacher Hinsicht eine Rolle.

Es tut und tut und tut sich einfach - nichts:

Die Verhandlungen um einen neuen Vertrag für Lewis Hamilton bei Mercedes ziehen sich weiterhin wie Kaugummi - und immer mehr wird erkennbar, wie sehr die auch ungeklärte Zukunft von Toto Wolff den Poker mit dem Formel-1-Weltmeister bestimmt.

"Wir wollen Lewis im Auto, und er will im Mercedes sitzen", erklärte der Teamchef zwar am Rande des Eifel-Rennens - und versuchte damit Bedenken zu zerstreuen, Hamilton könne am Ende womöglich tatsächlich davon absehen, sich bei den Silberpfeilen auf eine neues Arbeitspapier ab 2021 einzulassen.

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Doch das Eine bedingt offenbar das Andere - soll heißen: So lange nach wie vor ebenso wenig geklärt ist, wie es mit Wolff weitergeht, wird offenbar auch der Superstar unter den F1-Piloten die Hinhalte-Taktik nicht aufgeben.

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Rosberg: Hamilton-Abgang bei Mercedes nicht ausgeschlossen

Nico Rosberg, 2016 noch selbst Weltmeister bei Mercedes, hatte kürzlich gar zu bedenken gegeben, Hamilton könne seinem Team die kalte Schulter zeigen, zöge es seinen Teamchef zu anderen Ufern.

Zur Erinnerung: Wolff ist nicht zuletzt auch Anteilseigner bei Mercedes. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Gerüchte über einen Verkauf des Werksteams. Und infolge der Corona-Krise mag selbst ein Konzern wie Mercedes Gefahr laufen, sich einen Formel-1-Fahrer wie Hamilton für 40 bis 50 Millionen Euro pro Jahr nicht mehr leisten zu können oder wollen.

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Mag Wolff ("Von Daimler-Seite und auch von mir aus ist klar, dass wir weiterhin gemeinsam in einer Partnerschaft zusammenarbeiten wollen") auch beteuern, es gebe keine wirklichen Stolpersteine - ziert sich der Österreicher doch zugleich mit einer Garantie für Hamilton, als dessen direkter Vorgesetzter zu bleiben.

"Ich denke, er weiß, dass er hier ein großartiges Team hat, selbst wenn ich nicht mehr dabei sein sollte", zitierte motorsport-total.com den 48-Jährigen.

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Wolff spielt Ball an Hamilton immer wieder zurück

Umso cleverer agiert Wolff, indem er den Ball immer wieder zurückspielt an Hamilton: "Wenn Lewis gehen würde, dann würden wir den besten Fahrer verlieren. Das Team aber würde weitermachen und versuchen, jemanden zu finden, der ihm nahe kommt", hatte er erst Ende September erklärt.

Wie auch immer: Zählbares gibt es von den angedachten Gesprächen aktuell jedenfalls nicht zu vermelden - sofern ein Dialog bisher denn überhaupt stattgefunden hat. "Verhandlungen werden im Hintergrund geführt, das ist aber nicht so einfach", so Wolff unlängst.

Auch wenn er unterstreicht: "Lewis will im schnellsten Auto sitzen und wir würden gerne den schnellsten Fahrer in unserem Team behalten."

Hamilton selbst sagt: "Im Moment möchte ich meinen Job so gut wie möglich erledigen. Darauf und nur darauf bin ich fokussiert. Alles andere muss warten." Bisher habe er stets für drei Jahre unterschrieben, sagte Hamilton, aber: "Will ich mich noch für eine so lange Zeit festlegen?" Das sei eine der Fragen, die es zu beantworten gelte: "Das Einzige, was ich sicher weiß: Ich möchte bleiben."

Kaugummi-Rhetorik eben in einer komplizierten Angelegenheit. In der dem Vernehmen nach jeder nur darauf wartet, dass der andere den ersten Schritt tut und die Deadline bis Jahresende augenscheinlich voll ausreizt...

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