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Mattia Binotto hofft nach Horrorjahr auf Besserung
Mattia Binotto hofft nach Horrorjahr auf Besserung © AFP/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID/Dan Istitene
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Ferrari will sein Formel-1-Horrorjahr schnell vergessen machen und setzt dabei auf Bescheidenheit. Trotzdem werden die Top drei als Ziel ausgerufen.

Ferrari will sein Formel-1-Horrorjahr schnell vergessen machen und setzt dabei auf Bescheidenheit. Der neue Bolide werde schlicht "SF21" heißen, sagte Teamchef Mattia Binotto in einem virtuellen Mediengespräch: "Es ist ein sehr einfacher Name, weil wir glauben, dass das kommende Jahr ein Übergang für 2022 sein wird."

In der abgelaufenen Saison war Ferrari mit dem SF1000 - wegen des 1000. Rennens der Roten in der Königsklasse - und maximalen Ambitionen an den Start gegangen. Mit Rang sechs in der Konstrukteurs-WM stand letztlich das schlechteste Ergebnis seit 40 Jahren.

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2021 wollen die Italiener zumindest wieder das Mittelfeld anführen. "Dritter zu werden, ist nicht völlig unmöglich. Das muss unser Minimalziel sein", erklärte Binotto, der das diesjährige Ergebnis als "unzureichend" bewertete. Der Ferrari-Motor, 2020 das große Manko, mache "gute Fortschritte".

Binotto lobte ausdrücklich die Leistungen des Monegassen Charles Leclerc, der 23 Jahre alte Pilot sei für das Team die "Referenz für die Zukunft". Der Spanier Carlos Sainz (26), der die Nachfolge des aussortierten Heppenheimers Sebastian Vettel antritt, werde allerdings gleichrangig behandelt.

Ferrari-Boss erwartet Steigerung bei Mercedes

An der Spitze der Formel 1 erwartet Binotto auch im kommenden Jahr Mercedes: "Sie haben 2020 nicht viele Entwicklungen an ihrem Auto vorgenommen, weil sie bereits auf 2021 fokussiert waren, also erwarte ich, dass sie im neuen Jahr noch stärker sein werden." Auch Red Bull sei kurzfristig für die Scuderia nicht zu erreichen. 

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Binotto deutete an, dass Ferrari womöglich schon im Frühjahr seinen Fokus auf die Saison 2022 verlagern könnte. Dann kommt ein neues Reglement zum Einsatz. "Es wird viel davon abhängen, wie konkurrenzfähig wir bei den Wintertests Anfang März sind", sagte der Ingenieur.

Aufgrund der neuen jährlichen Ausgabenobergrenze von 145 Millionen Dollar (umgerechnet 120 Millionen Euro) sei Ferrari gezwungen, "die Entwicklungskosten zu senken und sich effizient neu zu organisieren". Hierzu gehöre auch die Versetzung einiger Techniker zum Kundenstall Haas um Mick Schumacher. "Mir ist es lieber, wenn die Jungs sie verstärken, als wenn sie der Konkurrenz zur Verfügung stehen", erklärte Binotto.

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