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Toto Wolff klärt seine Zukunft, bleibt Weltmeister Mercedes als Motorsportchef erhalten - und zeigt danach Emotionen. Daimler verkauft derweil Anteile am Team.

Entscheidung in der Formel 1. 

Toto Wolff hat seinen Vertrag als Motorsportchef bei Mercedes um drei Jahre verlängert. Das gaben beide Parteien in einer Erklärung bekannt. "In der neuen Beteiligungsstruktur wird Toto Wolff für weitere drei Jahre in seiner Rolle als Teamchef und Geschäftsführer das operative Geschäft des Unternehmens und des Rennteams führen", heißt es in der Mitteilung.

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Die Entscheidung kommt nicht überraschend. Der 48-jährige Wolff hatte in der Süddeutschen Zeitung jüngst bereits sein Bekenntnis zu einer Fortsetzung seiner Tätigkeit über das Saisonende hinaus gegeben. "Ja, ich bleibe in der Formel 1. Auch als Teamchef."

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Nun erklärte der Kopf des Erfolgsrennstalls höchst emotional via Twitter: "Dieses Team ist wie eine Familie für mich. Wir haben zusammen so viele Höhen und Tiefen erlebt, so dass ich mir nicht vorstellen kann, in diesem Sport mit besseren Menschen als diesen zusammenzuarbeiten."

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Daimler reduziert Anteile bei Mercedes

Zudem kommt es auch bei den Eigentumsverhältnissen zu Änderungen. Der Daimler-Konzern reduziert seine Anteile am Formel-1-Team, stattdessen steigt Ineos als neuer Eigner ein. Toto Wolff vergrößert derweil die Zahl seiner Anteile.

"Die Beteiligung von Ineos von einem Drittel am Team erfolgt zusätzlich zu der bereits existierenden Rolle als 'Principal Partner'. Parallel dazu wird Daimler seine Anteile von derzeit 60 Prozent reduzieren und Toto Wolff seine Beteiligung von derzeit 30 Prozent erhöhen, um drei gleiche Anteilseigner an dem Unternehmen zu schaffen", so die Silberpfeile.

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Für Wolff sind damit die Weichen für künftige andere Aufgaben gestellt. "Er wird anschließend die Möglichkeit haben, eine neue operative Führungsrolle innerhalb der Organisation zu übernehmen, sobald er den Zeitpunkt für richtig erachtet", teilte das Team mit.

Ineos-Besitzer als Investor aktiv

Neu-Eigentümer Ineos, der sein Geld mit Chemie-Betrieben verdient, ist bei den Silberpfeilen bereits seit Februar 2020 als Sponsor tätig. Ineos-Eigentürmer Jim Ratcliffe ist einer der reichsten Männer der Erde und hat bereits in der Vergangenheit in Sportprojekte investiert. 

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So gewann sein Team mit Egal Bernal gleich im ersten Versuch 2019 die Tour de France. Eliud Kipchoge lief 2019 als erster Mensch die Marathondistanz in unter zwei Stunden - ebenfalls unter dem Namen von Ineos. Zudem ist Ratcliffe bei den Fußball-Klubs OGC Nizza und FC Lausanne-Sport als Investor aktiv.

Für die Konkurrenz in der Formel 1 dürften das Investment, und vor allem die Vertragsverlängerung von Wolff keine guten Nachrichten darstellen. Unter der Leitung des 48-Jährigen gingen sowohl der Fahrer-Titel, als auch die Konstrukteurs-WM in den vergangenen sieben Jahren stets an die Silberpfeile.

Zum vollkommenen Glück fehlt nun nur noch die Unterschrift von Lewis Hamilton. Doch auch diese wird in Kürze erwartet. "Wir sind da ein gutes Duo, deswegen hängen unsere Schicksale schon ein wenig aneinander", hatte Wolff zuletzt betont.

Auch Hamilton hatte seine Bereitschaft zu einer weiteren Zusammenarbeit schon verkündet. "Ich plane nächstes Jahr hier zu sein, ich möchte nächstes Jahr hier sein. Ich denke, wir haben als Team noch mehr gemeinsam zu erledigen und zu erreichen, sowohl im Sport als auch außerhalb des Sports", hatte der 35 Jahre alte Brite nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi gesagt.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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