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München - Sebastian Vettel kann bei Aston Martin noch nicht auf der Strecke testen. Und doch hilft er seinem neuen Team bereits enorm, wie der Teamchef verrät.

Sebastian Vettel hat seine neue Aufgabe bei Aston Martin mit mächtig Elan begonnen. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

"Er treibt uns bereits an. Er ist sehr wissbegierig. Er fragt uns dauernd: Warum macht ihr das so, und warum nicht anders? In nur zwei Tagen hatte er so viele Fragen", verriet Teamchef Otmar Szafnauer über seinen neuen Schützling im Gespräch mit auto motor und sport und glaubt: "Es wird noch viel mehr kommen."

Vettel gibt Erfahrungen weiter

Vettel helfe dem Team auch, indem er seine Erfahrungen und Arbeitsweise seiner Weltmeister-Tage weiter gebe. "Genau das brauchen wir", meinte Szafnauer: "Wir wollen jeden Stein umdrehen, um die Performance zu verbessern, damit wir im März sagen können, dass wir über den Winter das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht haben. Sowohl Seb als auch wir als Team."

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Vettel habe "unsere Renningenieure schon angeleitet, welche Daten er braucht, um uns mit dem Fahrzeugsetup zu helfen. Er hat uns auch schon geholfen, die Ergonomie im Cockpit zu verbessern".

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Darum kann Vettel nicht testen

Der viermalige Weltmeister sei zudem bereits mit dem Simulator des Teams gefahren und habe ihn mit anderen verglichen. In einem alten Auto testen kann er aber noch nicht. (Rennkalender der Formel 1 2021)

"Wir sind kein großes Team. Wir leasen zum Beispiel unsere Motoren und Getriebe. Sie gehören nicht uns. Wir müssen sie nach der Saison zurückgeben", erklärte der Teamboss: "Deshalb haben wir kein altes, fahrtüchtiges Auto, das wir ihm bereitstellen könnten."

Szafnauer spricht von Siegchancen

Für Szafnauer ist trotz Vettels trister Endphase bei Ferrari klar: "Ich sehe keinen Mangel an Motivation, kein fehlendes Selbstvertrauen. Wir können noch so viel von ihm lernen und uns dadurch verbessern." Der Heppenheimer könne im Zusammenspiel mit Lance Stroll "unser Team auf ein höheres Level bringen".

In Ergebnissen heißt das: Dritter in der Konstrukteurswertung werden. Und "wenn es in unsere Richtung läuft, wie in Bahrain oder in der Türkei, sollten wir das Auto auch mal auf Pole Position stellen können und die Chance auf ein paar Siege haben".

Vettel "passt sehr gut zu uns"

Bei Aston Martin würde Vettel in ein Umfeld kommen, "in dem Rennfahren wieder Spaß macht. In dem es Freude bereitet, in der Formel 1 zu sein".

Szafnauer schließt: "Er passt bereits sehr gut zu uns. Wir haben die selbe Philosophie, wie wir Rennen fahren wollen. Bei uns hat die Performance oberste Priorität."

Vettel werde "das Beste aus uns herausholen. Und wir das Beste aus ihm".

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