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In diesem Jahr dürfen die Formel-1-Fans von Mick Schumacher noch keine Wunderdinge erwarten. Das liegt auch an einer Entscheidung des Teams, die zunächst seltsam klingt.

Noch hat die neue Formel-1-Saison nicht einmal begonnen, da muss Mick Schumacher bereits den ersten Rückschlag verkraften.

Wie Haas-Teamchef Günther Steiner erklärte, werde der US-amerikanische Rennstall das Auto des F1-Neulings im Laufe der Saison nicht weiterentwickeln.

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"Wir haben aufgehört, an diesem Auto zu arbeiten", sagte Steiner Motorsport-Total.

Schumacher-Boss: Keine Upgrades geplant

Sollten bei den Tests in Bahrain in der kommenden Woche Dinge nicht funktionieren, werde man diese selbstverständlich beheben, so der 55-jährige Südtiroler, "aber momentan ist nicht geplant, Upgrades oder irgendetwas zu bringen."

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Man werde sich ab sofort schon auf die kommende Saison fokussieren - und das Jahr 2021 abschenken. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Was auf den ersten Blick verwundert, ist bei genauerer Betrachtung gar nicht so ungewöhnlich. Schließlich sind Upgrades an den Autos in diesem Jahr ohnehin nur begrenzt möglich, weil die Entwicklung teilweise eingefroren wurde.

Außerdem habe man sich im Team bewusst dafür entschieden, den Reset-Knopf zu drücken und mit zwei Rookies einen neuen, langfristigen Anlauf zu nehmen. Neben dem Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher steht der junge Russe Nikita Mazepin bei Haas unter Vertrag.

Steiner erklärt Fahrer-Tausch bei Haas

"Wir haben uns gedacht: Wenn wir die Fahrer tauschen wollen, dann sollten wir es jetzt tun", erklärte Steiner. Weil man 2021 sowieso als Übergangsjahr sehe, sei jetzt der perfekte Zeitpunkt gewesen, auch auf der Fahrerseite einen Schnitt zu machen.

Insofern könnte es auch ein Vorteil für Schumacher sein, von Beginn an bei der Entwicklung seines Renners für das kommende Jahr dabei zu sein.

Dieser Plan steht auch nicht im Widerspruch zu dem, was Steiner jüngst zu SPORT1 sagte. "Ich werde ihn schützen, wenn es darauf ankommt. Denn ich bin überzeugt, dass er Erfolg haben wird. Man muss ihm nur die entsprechende Zeit zugestehen", betonte er.

So wie es derzeit aussieht, bekommt Schumacher junior nun sogar ein ganzes Jahr Zeit, um sich ohne großen Erfolgsdruck an die Formel 1 zu gewöhnen.

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