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Mercedes-Teamchef Toto Wolff bringt erneut den Einstieg von VW ins Gespräch. Dieser soll in Verbindung mit Red Bull stehen. Horner reagiert jedoch verärgert.

Steigt VW doch in die Formel 1 ein?

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat zumindest wieder ein Engagement der Volkswagen-Gruppe in der Königsklasse ab 2025 angedeutet. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Dieses könnte dabei im Zusammenhang mit Red Bull stehen, die zunächst nur die eingefrorene Honda-Technologie bis zur Einführung des neuen Motorenreglements nutzen wollten, nun aber sogar einen eigenen Antrieb planen.

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"Wir können die Strategie sehen. Sie sind nicht dumm", sagt Wolff bei Sky Sports UK: "Auf der einen Seite sind sie scharf darauf, ihre eigene Powerunit herzustellen. Es ist aber auch kein Geheimnis, dass die Volkswagen-Gruppe mit zwei Marken auf die Formel 1 schielt und auch Teil der Diskussionen war."

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Porsche will Einstiegsgerüchte nicht kommentieren

Die zwei Marken sind Porsche und Audi, über deren F1-Einstieg in den vergangenen Jahren immer wieder spekuliert wurde. SPORT1 hatte bereits im März darüber berichtet, damals wollte ein Porsche-Sprecher die Gerüchte aber nicht groß kommentieren, alles sei wilde Spekulation.

Es wurde jedoch eingeräumt, dass sich VW und damit auch Porsche alle weltweit relevanten Rennserien anschauen und mögliche Reglement-Änderungen bewerten. Das geschehe aber schon seit 2016.

SPORT1 erfuhr damals zudem, dass mindestens drei Entscheidungsträger im VW-Konzern tatsächlich mit einem Einstieg in die Königsklasse liebäugeln.

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Für Wolff wäre Kombination VW und Red Bull "logisch"

Da Red Bull weiterhin das Eigentum von Honda nutzen darf, könnten sie dieses Wissen an einen möglichen neuen Motorenpartner weiterleiten, um diesem den Einstieg in die Formel 1 zu erleichtern. (Rennkalender der Formel 1 2021)

"Die Volkswagen-Gruppe hat eine historische Verbindung mit Red Bull über alle Plattformen. Es ist nur logisch, dass sie sich eine Beziehung zu Red Bull anschauen. Sie haben ein Interesse signalisiert, und wir können hoffen, dass sie in den Sport einsteigen", sagte Wolff.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner reagierte wie gewohnt allergisch auf Behauptungen des Mercedes-Rivalen: "Toto denkt gerne, dass er alles weiß, was bei anderen Leuten so vor sich geht. Er sollte erst auf seine eigenen Geschäfte schauen."

Laut Horner setzen die Österreicher alles daran, um den Motor ganz allein zu produzieren: "Wir bauen eine fantastische Anlage, wir haben tolle Talente, es wird vollkommen mit dem Chassis-Bereich integriert sein. Dabei werden wir das einzige Team neben Ferrari sein, bei denen das so ist."

Red Bull holt Technikchef von Mercedes

Die neue Motorenfabrik von Red Bull wird derzeit in Milton Keynes gebaut. Zudem wurde mit Blick auf das neue Motoren-Reglement 2025 Ben Hodgkinson als neuer Technikchef verpflichtet, der bislang in leitender Funktion bei Mercedes gearbeitet hatte.

Das neue Reglement hat zur Folge, dass die Hybridmotoren nicht nur einfacher und billiger werden, sondern auch einen größeren Elektro-Anteil bekommen. Die eingeführte Budgetobergrenze und die neue Technik machen den Einstieg für einen Hersteller wesentlich kostengünstiger. (Fahrerwertung der Formel 1)

Das soll weitere Hersteller wie VW in die Formel 1 locken - ob es klappt, wird die Zukunft zeigen.

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