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Für Mick Schumacher springt in Baku das erste Qualifying-Ergebnis seiner Karriere raus. Dennoch ärgert er sich. Der Haas-Pilot erinnert an ein früheres Rennen.

Mick Schumacher saugt mit seinen 22 Jahren alles auf, was mit der Formel 1 zu tun hat. (Formel 1: Das Rennen von Baku am Sonntag ab 14 Uhr im LIVETICKER).

Er arbeitet stundenlang mit den Ingenieuren, er studiert sogar die früheren Rennen seines Vaters Michael Schumacher - und er erweist sich als äußerst sattelfest in Sachen Formel-1-Historie.

Und so kennt er auch die Geschichte des Monaco-GP 1996. Damals kamen nur drei Fahrer ins Ziel, Olivier Panis feierte mit seinem an sich nicht konkurrenzfähigen Ligier-Mugen einen Sensationssieg in einem Grand Prix, der geprägt war von Unfällen und Ausfällen. (Rennkalender der Formel 1 2021)

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"Wenn man sieht, wie viele Action heute im Qualifying schon geboten war, dann wird das im Rennen gewiss nicht weniger. In der Vergangenheit war es auch schon so, dass nur vier Autos ins Ziel kamen. Wir müssen also im Rennen bleiben, dann sind hoffentlich auch Punkte drin", erklärt Mick Schumacher nach Platz 17 im Qualifying zum Aserbaidschan-GP - dem besten Startplatz seiner noch jungen Karriere.

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Chaos-GP in Baku als Chance für Haas

Fakt ist: In jeder Quali-Session gab es am Samstag mindestens eine rote Flagge. Insgesamt haben fünf Piloten und damit ein Viertel des kompletten Fahrerfeldes ihre Boliden geschrottet. Genau solche Chaosrennen bringen für Hinterbänklerteams wie Schumachers Haas-Rennstall große Chancen mit sich.

Allein: Bisher sind in vier Baku-Rennen 22 Ausfälle registriert worden (Schnitt von 5,5). 2017 und 2018 kamen nur jeweils 13 Fahrer ins Ziel. Weil Haas in Baku das mit Abstand schlechteste Team ist, dürfte das am Ende nicht reichen. (Fahrerwertung der Formel 1)

"Im Renntrimm ist der Rückstand nicht ganz so groß", sagt Schumacher angesprochen auf den  Rückstand von einer Sekunde auf den langsameren der beiden Williams-Piloten, Nicholas Latifi. "Wir sind da, wo wir es auch erwartet haben. Wir haben schon ein Defizit auf den Geraden und hier sind die Geraden sehr lang. Deshalb verlieren wir doppelt."

Schumacher ärgert sich über Qualifying-Fehler

Aber: Schumacher hätte im Qualifying auch noch schneller gekonnt, ärgert sich daher über einen Fehler in Kurve fünf: "In der letzten Runde habe ich einen guten Windschatten durch George Russell gehabt, aber leider habe ich mich in Kurve fünf verbremst. Das hat mir einiges gekostet."

In Monaco 1996 hat Regen für den Chaos-GP gesorgt. Regen ist morgen zwar nicht zu erwarten, aber dafür frischt der Wind wieder auf. "Windige Verhältnisse sind immer schwierig, besonders hier", sagt Schumacher. Eine Böe kann schon dafür sorgen, dass ein Fahrer das Auto verliert und in die Streckenbegrenzung kracht.

Vielleicht erfüllt sich Schumachers Hoffnung ja doch.

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