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München und Baku - Mick Schumacher wird beim Großen Preis von Aserbaidschan bei einem Boxenstopp von seiner Crew ausgebremst. Teamkollege Mazepin überholt er in letzter Sekunde.

Kuriose Panne beim Stopp von Mick Schumacher!

Der Haas-Pilot stand beim Baku-GP plötzlich am Ende der Boxengasse, ehe seine Mechaniker ihn wieder zurückrollten, um erneut am Auto zu arbeiten. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Was war passiert? In einer Safety-Car-Phase war Schumacher in die Box gefahren, um sich die Reifen wechseln zu lassen. Dabei wurde der linke Reifen jedoch nicht ordentlich montiert, weshalb Schumacher per Funk zum Stoppen aufgefordert wurde.

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"Es klingt so, als hätte der linke Vorderreifen Probleme gemacht. Es passiert so schnell alles. Fehler können passieren, aber im zweiten Versuch haben wir es gut hinbekommen – von daher alles gut", sagte Schumacher bei Sky zu dem Vorfall.

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Schumacher distanziert Mazepin deutlich

Im Endeffekt konnte es der Sohn von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher ohnehin verschmerzen, da er durch das immer noch fahrende Safety Car sofort wieder ans Feld aufschließen konnte. Damit verlor er keine Position.

Das änderte sich jedoch nach dem heftigen Einschlag von Max Verstappen, der Rote Flaggen versursachte. Ärgerlich für Schumacher, der sich auf seinen Teamkollegen Nikita Mazepin bereits einen riesigen Vorsprung herausgefahren hatte.

Während sich Schumacher trotz des unterlegenen Haas in Schlagdistanz zu den Williams aufhielt, wurde Mazepin nach dem Start schnell distanziert und nach einem Fahrfehler sogar überrundet. (Fahrerwertung der Formel 1)

"Es war nicht allzu einfach. Wir hatten einen höheren Reifenverschleiß als erwartet und mussten früher als erwartet in die Box. An Reifenmanagement und Pace müssen wir arbeiten, aber immerhin haben wir die Zielflagge gesehen, was von Anfang an unser Plan war", sagte Schumacher zum Rennen.

Überholmanöver in letzter Sekunde

Der Neustart aufgrund des Verstappen-Unfalls brachte Mazepin wieder in Schlagdistanz. Schumacher ließ es relativ vorsichtig in dem Chaos angehen und wurde dadurch vom Teamkollegen überholt.

"Wir haben einen recht guten Start erwischt, aber dann war es doch recht heikel. Ich habe nur noch stehende Reifen und Qualm gesehen, von daher habe ich mich da etwas rausgehalten. Dabei habe ich die Position verloren. Aber ich hatte ja zwei Runden Zeit, um die zurückzukriegen", sagte der 22-Jährige.

Es sollte dank eines hervorragenden Überholmanövers gerade noch reichen. Bereits auf der Zielgeraden angekommen zog Schumacher aus dem Windschatten heraus, doch Mazepin wollte das nicht zulassen und zog leicht nach rechts - bei Tempo 300 nicht ungefährlich.

Haas-Zoff? Schumacher sauer auf Mazepin

Schumacher gelang es zwar hauchdünn vor Mazepin über die Ziellinie zu fahren, danach wütete er für ihn jedoch ungewöhnlich deutlich am Funk: "Was zur Hölle war das? Ehrlich? Im Ernst? Will er uns umbringen?" Auch mit der Hand gestikulierte er in Richtung von Mazepin.

Sein Renningenieur Gary Gannon versuchte ihn direkt zu beruhigen: "Verstanden, Mick, verstanden. Zielflagge." Auch Schumacher klang im Interview später zurückhaltend und sagte nur: "Das war im Auto gar nicht schön. Ich muss mir das Video noch einmal ansehen."

Mit seinem Ergebnis war er auch nicht ganz zufrieden: "Ich hätte gerne ein paar Punkte mitgenommen. Aber man sieht eben, dass die anderen Jungs etwas besser auf die Reifen aufpassen können als wir. Das müssen wir analysieren. Platz 13 ist das beste Finish in der Saison. Das nehmen wir jetzt mit."

 

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