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Mansour Ojjeh mit Michael Schumacher
Mansour Ojjeh mit Michael Schumacher © Imago
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Der milliardenschwere Mansour Ojjeh veränderte den Lauf der Formel-1-Geschichte, verhalf Lauda, Senna, Prost und Häkkinen zu Titeln. Nun ist er verstorben.

Zwei Wochen nach dem Tod von Max Mosley trauert die Formel 1 erneut um einen weiteren ihrer einflussreichen Schattenmänner: McLarens langjähriger Mehrheitseigner Mansour Ojjeh, einer der Väter der großen Erfolge in den 1980er-Jahren, ist tot.

Der saudi-arabische Geschäftsmann starb am Sonntagmorgen im Alter von 68 Jahren in Genf, das teilte das Team im Vorfeld des Großen Preises von Aserbaidschan mit.

1984 hatte der als milliardenschwere geltende Ojjeh - Sohn des 1991 verstorbenen Geschäftsmanns, Waffenhändlers und Kunstsammler Akram Ojjeh - die Mehrheit an dem Traditionsrennstall übernommen, sein Einfluss in der Formel 1 war schon zuvor beträchtlich.

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Mansour Ojjeh prägte Traditionsteams Williams und McLaren

"Mansour war jemand mit unglaublichem Talent, Leidenschaft und Energie, er war ein Gigant unseres Sports", sagte Formel-1-Chef Stefano Domenicali am Sonntag: "Wir alle werden ihn sehr vermissen."

Ojjehs Investmentfirma TAG (Techniques d'Avant Garde - Vorreiter-Techniken) war ab 1979 Hauptsponsor des Williams-Teams, die Finanzspritze verhalf dem berühmten Konstrukteur Patrick Head zur Möglichkeit, weltmeistertaugliche Autos zu entwickeln, 1982 wurde Keke Rosberg - Nicos Vater - im Williams Champion.

Ab 1982 unterstütze Ojjeh dann McLaren und finanzierte die Entwicklung des TAG-Turbo-Motors von Porsche. Damit legte er den Grundstein für die Dominanz des Teams in den folgenden Jahren mit den Titelgewinnen von Niki Lauda und Alain Prost. Ojjeh wirkte auch bei den weiteren Meilensteinen von McLaren im Hintergrund, machte auch noch Prosts großen Rivalen Ayrton Senna und Mika Häkkinen zu Weltmeistern.

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"Mansour war für fast 40 Jahre Teil des Herzens und der Seele dieses Teams", sagte McLaren-CEO Zak Brown: "Er war grundlegend für den Erfolg und ein echter Racer in jeder Hinsicht."

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Ojjeh habe zusammen mit Ron Dennis "neue Maßstäbe dafür gesetzt, wie ein Formel-1-Team geführt werden kann", sagte Motorsportchef Toto Wolff vom langjährigen McLaren-Partner Mercedes: "Wir haben zusammen mit ihnen große Momente erlebt."

Ojjeh, der auch hinter der Uhrenmarke TAG Heuer steckte, hatte schon 2013 mit schweren gesundheitlichen Problem zu kämpfen: Er war wegen einer Lungenfirbrose auf eine Transplantation beider Lungenflügel angewiesen.

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Mit Sportinformationsdienst (SID)

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