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Die Erfolgs-Handicaps sollen die LMP1-Kategorie dichter zusammenbringen
Die Erfolgs-Handicaps sollen die LMP1-Kategorie dichter zusammenbringen © LAT
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Toyota unterstützt den ACO bei der Idee, die Equivalance of Technologies durch Erfolgsballast zu ergänzen - Maßnahmen nicht auf Gewicht beschränkt

Das neue Handicap-System in der LMP1-Kategorie für die WEC-Saison 2019/20 erhält Unterstützung durch Toyota, obschon man selbst am meisten davon betroffen wäre.

Doch das Zu-Tode-Siegen der Langstrecken-Weltmeisterschaft in der "Supersaison" 2018/19 scheint auch in Köln mittlerweile für Unbehagen zu sorgen. Jedenfalls öffnet man sich für Einbremsungen außerhalb der Equivalence of Technologies (EoT).

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Toyota-Technikchef Pascal Vasselon erklärt am Le-Mans-Testtag, wie die Maßnahmen aussehen sollen: "Der Plan ist, dass die EoT die Basis ist, die Erfolgs-Handicaps kommen hinzu."

Er redet dabei bewusst von "Handicaps", nicht von Erfolgsgewicht. "Beim Gewicht hat man Grenzen, was man machen kann. Mit Handicaps kann man verschiedene Aspekte des Fahrzeugs beeinflussen, die einen Einfluss auf die Pace haben." Als Möglichkeiten nennt er dabei neben Gewicht auch den Benzindurchfluss und den maximal erlaubten Hybrid-Boost.

Es gelte dabei vor allem zu beachten, dass die Erfolgsstrafen größer ausfallen als das Delta zwischen den Fahrzeugen ist, führt er an. "Nur so bringt man das Feld zusammen."

WTCC als abschreckendes Beispiel

Als Negativ-Beispiel führt er die Überlegenheit von Citroen in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) in den Jahren 2014 bis 2016 an. "Da gab es maximal 50 Kilogramm Zuladung, aber der Abstand zwischen Citroen und den Gegnern war mehr wert als 50 Kilogramm. Es hat also nie seine Aufgabe erfüllt."

Ursprünglich waren Erfolgsgewichte auch im Hypercar-Reglement vorgesehen, das die LMP1-Klasse beerben soll. Jeder WM-Punkt hätte in diesem System 0,5 Kilogramm bedeutet, bis hin zu 50 Kilo für 100 Punkte. Das Reglement steht seit einiger Zeit wieder zur Debatte.

Doch laut Vasselon soll das angedachte LMP1-System anders funktionieren: "Das Prinzip wird sein, dass man keine Handicaps bekommt, wenn man nicht erfolgreich ist. Dadurch rückt das Feld zusammen." Beim Hypercar-System würden auch diejenigen Teams zuladen müssen, die im Rennen geschlagen werden, aber trotzdem WM-Punkte sammeln.

Das Handicap-System soll Vasselon zufolge nur für die "normalen" WEC-Rennen gelten. Bei den 24 Stunden von Le Mans, dem Saisonfinale aller künftigen WEC-Saisons, würde es nicht zum Einsatz kommen.

© Motorsport-Total.com

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