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Ott Tänak hat als erster Fahrer 2019 drei WRC-Läufe gewonnen
Ott Tänak hat als erster Fahrer 2019 drei WRC-Läufe gewonnen © LAT
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Toyota-Pilot Ott Tänak gewinnt die Rallye Portugal vor Thierry Neuville und Sebastien Ogier: Kris Meeke scheidet bei der Powerstage aus

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Ott Tänak (Toyota) hat am Sonntag die Rallye Portugal, siebter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2019, gewonnen. Der Este hatte nach 18 Wertungsprüfungen einen Vorsprung von 15,9 Sekunden auf Thierry Neuville (Hyundai). Dritter wurde Sebastien Ogier (Citroen, +57,1 Sekunden).

Für Tänak ist es der zweite WRC-Sieg in Folge und der dritte in dieser Saison. "Vor der Rallye sah es schwierig aus. Gestern Abend sah es richtig schlecht aus, aber wir haben es trotzdem geschafft. Das war sicherlich einer meiner schwierigsten Siege. Wir mussten kämpfen und hatten eine Menge Probleme", fasst Tänak die Rallye zusammen.

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Über weite Strecken stand die Rallye ganz im Zeichen eines Dreikampfs der drei Toyota-Piloten Tänak, Kris Meeke und Jari-Matti Latavala. Die drei lagen bis zum Samstagnachmittag geschlossen an der Spitze. Tänak, der am Samstag zeitweilig mit Bremsproblemen zu kämpfen hatte, geriet dann unter Druck von Latvala - bis ein defekter Stoßdämpfer den Finnen zur Aufgabe zwang.

Meeke für starke Leistung nicht belohnt

Kurz danach ging auch ein Stoßdämpfer an Tänaks Auto kaputt, woraufhin sein Vorsprung auf Meeke vor dem Schlusstag auf 4,3 Sekunden geschrumpft. Und Meeke griff am Schlusstag an, verlor dann aber bei der vorletzten WP durch einen Dreher 17 Sekunden und damit die Chance auf den Sieg.

Doch damit nicht genug. Bei der abschließenden Powerstage schlug Meeke mit seinem Auto an, beschädigte die Aufhängung und musste aufgeben. Damit erbte Neuville Rang zwei und Ogier Rang drei.

Ogier gewann auch die Powerstage - allerdings mit Zutun von Tänak. "Ich musste vor dem Ziel in die Eisen gehen, damit sicher ist, dass Seb auf Sardinien als Erster auf die Straße geht." Tänaks Plan ging auf. Er wurde Dritter in der Powerstage und bekam drei Zusatzpunkte, Ogier als Sieger fünf. Dadurch führt Ogier die WM-Wertung mit 142 Punkten knapp vor Tänak an und muss beim nächsten WM-Lauf in Italien (13. bis 16. Juni) am ersten Tag als Erster auf die Straße gehen.

Spannung an der Spitze der WM-Wertung

Hinter Ogier kamen die beiden M-Sport-Ford-Piloten Teemu Suninen und Elfyn Evans ins Ziel. Starker Sechster wurde Kalle Rovanperä (Skoda), der beim Debüt der Evo-Version des Fabia R5 die WRC2-Pro-Wertung gewann.

Keine WM-Punkte gab es für Esapekka Lappi (Citroen), der sich am Sonntag erst überschlug und anschließend bei einem Ausrutscher die Hinterradaufhängung seines Autos beschädigte. Auch die beiden Hyundai-Piloten Sebastien Loeb und Dani Sordo, die am Freitag aufgrund eines identischen Defekts am Benzinsystem ihrer Autos massiv Zeit verloren hatten, verpassten die Top 10.

In der WM-Wertung führt nach der ersten Saisonhälfte Ogier wie bereits erwähnt mit 142 Punkten knapp vor Tänak mit 140 Zählern. Neuville liegt als Dritter mit 132 Punkten noch in Schlagdistanz, Evans auf Rang vier mit 65 Punkten schon weit zurück. Bei den Herstellern führt Hyundai mit 202 Punkten vor Toyota (182), Citroen (158) und M-Sport (122).

© Motorsport-Total.com

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