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BBL-Playoffs: FC Bayern München besiegt Brose Bamberg und zieht ins Finale ein

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BBL-Playoffs: FC Bayern München besiegt Brose Bamberg und zieht ins Finale ein

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FC Bayern besiegt sein Trauma

FC Bayern besiegt sein Trauma

Bayerns Basketballer legen in Bamberg ein Mega-Comeback hin und beenden ihre schwarze Playoff-Serie gegen den Erzrivalen. Der Coach lobt den Charakter.
Maodo Lo (r.) war Bayerns bester Werfer gegen Mailand
Maodo Lo (r.) war Bayerns bester Werfer gegen Mailand
© Getty Images

Das Trauma ist besiegt, der Traum vom Double lebt:

Nach vier erfolglosen Versuchen hat der FC Bayern München in der BBL erstmals seit dem Aufstieg eine Playoff-Serie gegen Brose Bamberg gewonnen und damit den Serienmeister entthront. Für den Sprung ins Finale gegen Alba Berlin musste der Pokalsieger aber eine Aufholjagd hinlegen. (Die BBL-Finals LIVE im TV auf SPORT1)

"Eine solche Wende in dieser Atmosphäre muss man erst einmal schaffen", sagte Trainer Dejan Radonjic nach dem entscheidenden dritten Sieg in der Best-of-Five-Serie stolz. Trotz eines zwischenzeitlichen 20-Punkte-Rückstandes setzten sich die Bayern auswärts durch ein 83:79 (38:52) mit 3:1 durch.

Bayern beenden schwarze Serie

Dreimal waren die Münchner seit der Rückkehr ins Oberhaus vor sieben Jahren im Halbfinale an Bamberg gescheitert (2013, 2016, 2017), einmal im Finale (2015). Und nach dieser Serie hatte der FC Bayern kein einziges Spiel mehr gegen den Dauerrivalen in der Meisterrunde gewonnen, nun ist die schwarze Serie vorbei.

Bei Nationalspieler Danilo Barthel hinterließ der Abend Spuren. "Ich war schon lange nicht mehr so fertig nach dem Spiel", sagte der Topscorer der Münchner (19 Punkte). Dem Gegner halfen auch die 26 Zähler von Dorell Wright am Ende nicht.

Bambergs Ära vorerst beendet

Für Bamberg endete eine lange Erfolgsserie. Nach drei Meisterschaften in Folge ist die Chance auf den insgesamt zehnten Titel dahin, auch die sportliche Qualifikation für die EuroLeague. Die erste Heimniederlage in den Playoffs war gleichzeitig die letzte. Erst zum zweiten Mal seit 2010 gibt es ein Finale ohne "Freak City".

"Wir haben heute mit der richtigen Einstellung begonnen und ein starkes erstes und zweites Viertel gespielt", sagte Trainer Luca Banchi: "Nach der Halbzeit hat sich das Spiel anders entwickelt und bei diesem engen Spielstand haben am Ende auch Kleinigkeiten entschieden."

20-Punkte-Vorsprung verspielt

Bamberg musste gewinnen, um das Aus zu vermeiden, und legte dementsprechend los. 33:13 stand es nach achteinhalb Minuten, auch zur Pause deutete viel auf ein fünftes Spiel hin. Doch nach der Rückkehr aus der Kabine erfolgte ein Bruch.

"Wir kamen mit einer ganz anderen Einstellung und Energie heraus", sagte Radonjic. Mit einem 14:0-Lauf machten die Bayern aus einem 63:69 ein 77:69, die Entscheidung in der spannenden Schlussphase fiel sieben Sekunden vor dem Ende. Der Bamberger Daniel Hackett verlor den Ball, Jared Cunningham bedankte sich und sorgte per Dunking für den Endstand.

Nächstes Duell mit ALBA

Am Sonntag (ab 15 Uhr im LIVETICKER) geht es für die Bayern zu Hause mit dem ersten Finale weiter. Wie 2014, als vor Bambergs Hattrick der bislang einzige Meistertitel seit dem Aufstieg gelang, heißt der Gegner ALBA Berlin. 

"Es ist gut, dass wir jetzt den dritten Sieg geholt haben, das hilft uns nach den neun wirklich schweren Playoff-Spielen bisher", sagte Radonjic. "Das erste Spiel gegen Berlin wird dennoch eine Herausforderung, sie haben die ganze Saison gut gespielt und sind frisch."

ALBA, zuletzt vor zehn Jahren Meister und in der Hauptrunde Zweiter hinter München, hatte Ludwigsburg im Halbfinale 3:0 besiegt - seit Sonntag ist für das Team von Headcoach Aito Garcia Reneses Pause. "Es wird eine harte Serie gegen Berlin", sagte Barthel: "Aber wir hatten schon zwei harte Serien, die uns gut vorbereitet haben."

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