Die Basketball Bundesliga (BBL) schaut im Streben nach weiterem Wachstum auch nach Fernost. Die höchste deutsche Spielklasse geht eine Zusammenarbeit über mindestens fünf Jahre mit der japanischen B.League ein, das teilte die BBL mit. Beide Seiten wollen davon in den Feldern Spielerentwicklung, Medialisierung, Vermarktung und Nachwuchsarbeit profitieren. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde im Rahmen des All Star Game Weekends in Nagasaki von BBL-Geschäftsführer Stefan Holz und B.League-Präsident Shinji Shimada unterzeichnet.
BBL will weiter wachsen - und schaut nach Japan
Japan? BBL will weiter wachsen
„Wir wissen es sehr zu schätzen, dass sich die B.League für uns als erste europäische Liga entschieden hat – und dies genau ein Jahr nach der Bekanntgabe ihrer Zusammenarbeit mit der NBA“, sagte Holz. Grundsätzlich sei er „tief beeindruckt“ unter anderem „von der Verbindung von Sport und Popkultur sowie der vergleichsweise jungen und weiblichen Fanbase“ in Japan.
Der deutsche Welt- und Europameister Johannes Thiemann spielt seit 2024 in Japan für die Gunma Crane Thunders und sieht durchaus Potenzial in dieser Zusammenarbeit. „Wenn man bedenkt, dass die Liga erst 2016 gegründet wurde und sich in so kurzer Zeit sportlich wie gesellschaftlich etabliert hat, ist diese Entwicklung äußerst beeindruckend“, sagte Thiemann: „Selbstverständlich gibt es kulturelle Unterschiede, doch gerade deshalb ist es spannend, wenn beide Ligen von ihren jeweiligen Stärken profitieren und voneinander lernen können, um ihre Wachstumsziele zu verfolgen.“
Nach Angaben der BBL wird bereits in wenigen Wochen die U18 von Alba Berlin nach Japan reisen, schon in den beiden Vorjahren hatte es solche Ausflüge von deutschen Nachwuchsteams gegeben. Im Sommer soll zudem ein BBL-Team an einem Einladungsturnier in Japan teilnehmen.