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Drama-Aus für Bayern in EuroLeague

Drama-Aus für Bayern in EuroLeague

Der Traum vom erstmaligen Einzug ins Final Four der EuroLeague ist geplatzt: Der FC Bayern verliert das entscheidende Spiel in den Playoffs gegen Mailand kurios.
Die Bayern kämpften mit Vladimir Lucic um den Einzug ins Final Four
Die Bayern kämpften mit Vladimir Lucic um den Einzug ins Final Four
© Imago
. SPORT1
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von SPORT1

Krimi ohne Happy End, dafür ein ganz bitteres Ende mit irren Momenten!

Die Basketballer des FC Bayern haben den historischen Coup in der EuroLeague nach einer furiosen Partie denkbar knapp verpasst. (NEWS: Alles zur EuroLeague)

Im entscheidenden fünften und dramatischen Viertelfinal-Spiel der EuroLeague unterlagen die Bayern am Dienstagabend trotz einer erneuten Aufholjagd 89:92 (40:50) bei Armani Mailand und verfehlten damit den historischen Einzug ins Final Four von Köln. (das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Ich bin unheimlich stolz, was die Mannschaft in dieser Serie geleistet hat. Wie das Team bis zur letzten Sekunde an den Sieg geglaubt hat, ist die Geschichte dieser EuroLeague-Saison", sagte Geschäftsführer Marko Pesic bei MagentaSport: "Schade, aber man hat gesehen, was die Erfahrung ausmacht. Die hat heute gesiegt."

EuroLeague: Bayern-Aufholjagd bleibt unbelohnt

Die Bayern hatten sich als erstes deutsches Team überhaupt für die Playoffs der europäischen Königsklasse qualifiziert. Dort hatte die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri die ersten beiden Spiele in Mailand verloren, sich dann aber mit zwei Siegen in eigener Halle zurückgemeldet. (Spielplan und Ergebnisse der EuroLeague)

Im Showdown bissen sich die Bayern an der Offensivstärke der Mailänder um den überragenden Shavon Shields (33 Punkte) über weite Strecken die Zähne aus. Jalen Reynolds (19) war bester Werfer der Münchner. Blass blieb dagegen Vladimir Lucic, der in Spiel vier noch zum Matchwinner avanciert war.

Mailand zieht davon - aber Bayern gibt nie auf

Im Mediolanum Forum starteten die Bayern zwar stark, führten 8:2 und 14:9, gaben dann aber in der Schlussphase des ersten Viertels die Führung ab und erhielten sie nicht mehr zurück.

"Wir waren zu passiv in der Defense, das kostete uns zehn Punkte", meinte Coach Trinchieri in der Pause - und erklärte: "Wir müssen jetzt das Feuer entfachen."

Mailand zog im dritten Viertel auf 16 Punkte davon, das Team von Trainer-Ikone Ettore Messina schien ungefährdet zu sein. (Tabelle der EuroLeague)

Aber Bayern ließ nicht locker - und wurde am Ende fast noch belohnt, nachdem das Match eine dramatische Schlussphase erlebte: Nach Wade Baldwins 89:91 exakt 14 Sekunden vor Schluss war die Sensation wieder greifbar - die Ereignisse auf dem Parket überschlugen sich nahezu.

Raus in der Basketball-Euroleague mit dem FC Bayern München: Coach Andrea Trinchieri
Raus in der Basketball-Euroleague mit dem FC Bayern München: Coach Andrea Trinchieri

Irre Schlussphase und dramatisches Aus

Bis auf zwei Punkte waren die Bayern auf einmal wieder dran, besaßen unverhofft auch noch Ballbesitz, nachdem die Mailänder in der turbulenten Schlussminute einen Einwurf vertändelten. 

Shields brachte in der Folge dann nur einen von zwei Freiwürfen unter, und Paul Zipse nahm in der letzten Sekunde Maß zu einem Dreier, der die Overtime gebracht hätte - doch er scheiterte, und damit auch der Münchner Traum vom Final Four.

Zuvor hatte am Dienstag der deutsche Türkei-Legionär Tibor Pleiss mit Anadolu Istanbul Spiel fünf gegen Real Madrid 88:83 gewonnen und damit das Ticket für das Kölner Finalturnier (28. bis 30. Mai) gebucht. Dieses hatte ZSKA Moskau, das im Halbfinale auf Anadolu trifft, nach drei Siegen über Fenerbahce Istanbul frühzeitig sicher.

Den letzten Startplatz sicherte sich der FC Barcelona durch ein 79:53 im entscheidenden Duell gegen Zenit St. Petersburg, Barca trifft nun auf die München-Bezwinger.

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Das Spiel im Stenogramm:

Armani Mailand - Bayern München 92:89 (50:40)
Beste Werfer: Shields (34), Delaney (16), Hines (12) für Mailand - Reynolds (19), Baldwin (17), Johnson (14), Seeley (11), Zipser (10) für München
Zuschauer: keine
Playoff-Stand: 3:2

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)