Als Malis Spielerin Rokia Doumbia nach der 97:102-Niederlage gegen Japan zum Auftakt der Basketball-WM der Frauen bei der Pressekonferenz auftauchte, staunte nicht nur ihre verdutzte Teamkollegin Sika Koné.
Basketball-WM der Frauen: Spielerin mit skurriler Doppelrolle
WM-Spielerin in skurriler Doppelrolle
„Was machst du denn hier?“, fragte Malis Top-Spielerin Koné, die ihr Geld in der WNBA bei den Atlanta Dream verdient, Doumbia, als diese in voller Basketball-Montur auf der PK auftauchte. Eigentlich nehmen an dieser nämlich immer nur eine Spielerin und der Cheftrainer teil.
Doumbia als Dolmetscherin im Einsatz
Aber auch Doumbia hatte eine wichtige Rolle. Dabei nahm sie aber nicht etwa oben auf dem Podest Platz, um die Fragen der anwesenden Journalisten zu beantworten, sondern setzte sich mit einem Mikrofon in die erste Reihe. Ihre Aufgabe: Sie agierte als Dolmetscherin für Cheftrainer Oumarou Sidiya.
Dieser spricht nur Französisch, die Pressekonferenzen werden aber immer in Englisch abgehalten. Und da auch kein Mitglied der Delegation von Mali fließend Englisch spricht, musste Doumbia einspringen. Die 27-Jährige spielt seit 2018 in den USA am College. Aktuell spielt sie für die University of California und spricht dementsprechend fließend Englisch.
Basketball-WM der Frauen: PK sorgt für Lacher
Ihre Rolle als Übersetzerin führte Doumbia anschließend höchst professionell durch. Immer wieder fragte sie die anwesenden Journalisten, ob sie übersetzen solle und stand so für die Übersetzung der Fragen an ihren Coach, aber auch für die der Antworten für die Journalisten zur Verfügung.
Mitspielerin Koné fand die Situation besonders amüsant und konnte sich mehrfach ein Lachen nicht verkneifen. Nach knapp zehn Minuten hatte dann auch Doumbia endlich final Feierabend und ging in Basketball-Schuhen, Trikot und Hose zurück in Richtung Kabine.
Doumbia stand beim WM-Auftakt 13 Minuten auf dem Feld und kam auf drei Punkte. Anschließend war sie eben noch in ihrer Nebenrolle als Dolmetscherin gefordert.
Für Mali geht es am Samstag gegen Spanien weiter, ehe die Mannschaft am Montag (ab 17:50 Uhr im LIVETICKER) im letzten Spiel der Gruppe A auf Deutschland trifft.