Olaf Lange, Bundestrainer der deutschen Basketballerinnen, hat den Spielmodus der Weltmeisterschaft kritisiert. Für seinen Geschmack, sagte der 54-Jährige am spielfreien Sonntag, seien die Spiele zu eng getaktet. Dies beeinflusse das Produkt. Die WM, die aktuell in Berlin stattfindet, wird vom Weltverband FIBA vom 4. bis 13. September in zehn Tagen durchgezogen.
"Schon heftig": Lange kritisiert WM-Spielmodus
Bundestrainer kritisiert WM-Modus
„Wenn da noch, das wollen wir nicht hoffen, Verletzungen aufgrund der Überlastung dazukommen, ist das Produkt ja am Ende gefährdet. Das ist nicht im Interesse des Sports, nicht im Interesse der Weltmeisterschaft. Die FIBA sollte da mit Sicherheit eine Lösung für finden“, sagte Lange.
WM: Deutschland spielt dreimal in vier Tagen
Die deutsche Nationalmannschaft absolviert in der Gruppenphase drei Spiele in vier Tagen, die ersten beiden Partien am Freitag gegen Spanien und Samstag gegen Japan fanden im Abstand von gut 24 Stunden statt. Die Spanierinnen mussten am Samstag gar nur 16 Stunden nach Ende der Partie gegen den Gastgeber wieder gegen Mali ran.
Sollte Deutschland beim Abschluss der Vorrunde am Montag (17.50 Uhr/ProSieben MAXX und MagentaTV) gegen Mali als Gruppensieger direkt ins Viertelfinale einziehen, hätte das Team zwei Tage Pause. Wenn die Deutschen in ihrer Gruppe A Zweiter oder Dritter werden, müssen sie am Dienstag in eine Play-off-Runde.
In letzterem Fall würde Langes Team also vier Partien in fünf Tagen spielen. „Das ist schon heftig. Das machen wir in der WNBA nicht. Und wir machen schon viel da. Ich bin da kein großer Freund von, aber ich will mich jetzt auch nicht beschweren, es ist ja dasselbe für alle“, sagte Lange, der in der WNBA als Assistenzcoach bei Toronto Tempo arbeitet.