Wird De Bruyne zum Problem für Neapel?

Zum Amtsantritt lobt Allegri direkt mal De Bruyne
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Zum Amtsantritt lobt Allegri direkt mal De Bruyne

Die SSC Neapel steckt in der Krise. Nach der Pleite in der Champions League verlieren die Italiener auch beim Tabellenletzten. Kevin De Bruyne vergibt sinnbildlich eine Großchance - zudem sorgt ein Disput mit Massimiliano Allegri für Aufsehen.

Der SSC Neapel befindet sich in einer Abwärtsspirale. Nach der 1:3-Niederlage gegen den FC Villarreal in der Champions League mussten sich die Italiener am Samstagabend auch dem Tabellenletzten FC Venedig geschlagen geben (0:1). Dabei sinnbildlich für Neapels Krise: De Bruyne ließ eine Großchance zum Ausgleich liegen und besiegelte damit Neapels dritte Niederlage in erst sieben Ligaspielen.

Dabei sollte der belgische Mittelfeldspieler mit seiner Einwechslung in der 54. Minute eigentlich für neuen Schwung in der Partie gegen den Tabellenletzten sorgen. Nachdem Neapel-Stürmer Rasmus Höjlund im Strafraum gefoult worden war, bot sich in der 68. Minute die Chance für den Belgier, den Ausgleich der Partie zu erzielen.

Kevin De Bruyne vergab gegen FC Venedig die Chance zum Ausgleich
Kevin De Bruyne vergab gegen FC Venedig die Chance zum AusgleichKevin De Bruyne vergab gegen FC Venedig die Chance zum Ausgleich© IMAGO/Insidefoto

De Bruyne verschießt Elfmeter

Doch sein ungenauer Abschluss stellte Venedig-Torhüter Filip Stankovic vor keine Herausforderung – der 24-Jährige parierte den Schuss des belgischen Nationalspielers gekonnt und sicherte seinem Team die ersten drei Punkte der Saison. Zuvor hatte Akor Adams nach Vorlage von Simon Sohm in der 49. Minute für den Führungstreffer der Venezianer gesorgt.

„Ich verstehe die Stimmung, aber alles, was wir tun können, ist, mit großem Verlangen zu arbeiten. Es gibt Momente im Fußball, in denen es nicht gut läuft“, resümierte Trainer Massimiliano Allegri nach der Niederlage. „Mit Ernsthaftigkeit und Professionalität müssen wir an die Arbeit gehen, um besser zu sein als die anderen.“

Auf die vergangenen Spiele blickt der 59-Jährige kritisch: „Seit Saisonbeginn unterlaufen uns Fehler, für die wir bestraft werden. Zudem gelingt es uns nicht, Tore zu erzielen.“

Die Pleite gegen Venedig dürfte die Diskussionen über Neapels sportliche Entwicklung nun weiter verstärken. Mit ausbleibenden Siegen in der Champions League und nur Platz 9 mit zehn Punkten aus sieben Ligaspielen blieb der erhoffte Erfolgskurs der Neapolitaner bislang aus. Zum Vergleich: In der letzten Saison hatte Neapel nach sieben Spielen den dritten Platz der Serie A belegt.

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Diskussionen um De Bruynes Rolle

Neben den sportlichen Sorgen sorgte zuletzt auch ein Disput zwischen De Bruyne und Trainer Allegri für Aufsehen. Die Auseinandersetzung hatte sich bei der Champions-League-Niederlage gegen den FC Villarreal abgespielt. Auslöser war De Bruynes Spielweise gewesen: In Allegris Augen agierte der 35-Jährige zu offensiv.

Laut der Gazzetta dello Sport verbrachte Allegri einen Großteil der ersten Halbzeit gegen die Spanier damit, „Kevin, Kevin“ zu rufen und die Aufmerksamkeit seines Leistungsträgers zu gewinnen. Der Trainer wollte den Belgier stärker in eine tiefere Mittelfeldrolle berufen.

De Bruynes Reaktion auf die Anweisungen seines Trainers hatte dabei für Diskussionen gesorgt: Der 35-Jährige vermied den Blickkontakt zu Allegri und beschwerte sich stattdessen über das Gegentor durch FC Villarreal. Der Gazzetta dello Sport zufolge war De Bruyne der Ansicht, seiner Mannschaft – entgegen Allegris Vorhaben – mit einer offensiveren Spielweise mehr zu nützen und ignorierte seinen Trainer folglich.

Nach dem Abpfiff versuchte Allegri diese Auseinandersetzung aber aus der Welt zu schaffen. „Es gab ein Missverständnis zwischen uns. Damit hat es sich auch schon“, erklärte der 59-Jährige und verwies daraufhin auf die sportliche Leistung seines Teams. „Wir müssen weniger gegnerische Torschüsse zulassen. Das müssen wir einfordern, denn die Spieler verfügen über eine hohe Qualität“.

Neapel unter Zugzwang

Der Rückschlag in Venedig zeigte jedoch, dass Neapel seine Chancen derzeit weiterhin nicht konsequent nutzt. „Wir könnten uns jetzt mental von der Situation unterkriegen lassen – doch stattdessen müssen wir Stolz und Charakter zeigen, um am Dienstag in der Champions League ein gutes Ergebnis zu erzielen“, sagte Allegri mit Blick auf die kommende Partie.

Die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich den Neapolitanern in der Königsklasse. Am Dienstagabend treffen sie auf Bodö/Glimt. Um seine Negativserie zu stoppen, braucht der SSC Neapel dringend ein Erfolgserlebnis.

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